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Gardena Mähroboter im Test

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Seit Beginn der industriellen Revolution hegt die Menschheit insgeheim den Wunsch, dass alle schweißtreibenden und unerfreulichen Tätigkeiten von automatischen Maschinen ausgeführt werden. Bezüglich fortschrittlicher Rasenmäher Roboter nimmt die Wunschvorstellung im Internetzeitalter nun endlich Formen an. Doch ist die Technik wirklich schon so weit, dass die Deutschen ihren Rasen niemals mehr werden mähen müssen? Unser großer Gardena Mähroboter Test wird Aufschluss darüber geben.

Rasenmäher und Roboter in einem Gerät

Schließlich sind Mähroboter in unseren Gärten noch so selten anzutreffen, dass sie grundsätzlich erhöhte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die größten Zweifel werden dabei fast immer aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit zu frühen automatischen Staubsaugern laut. In jene Maschinen wurden seinerzeit ähnliche Hoffnungen gesetzt, wie nun in die aktuelle Rasenroboter-Generation. Sie konnten aber nur unzureichend erfüllt werden. Hersteller hochwertiger Gartenwerkzeuge, wie der Marktführer Gardena, nahmen sich diese Konstruktionen in der Tat zum Vorbild und bemühten sich, sie nahezu zu perfektionieren. Die ersten Schritte auf jenem Weg scheinen indes schon abgeschlossen zu sein: Die modernen Gardena Mähroboter operieren nach der Erstprogrammierung völlig selbstständig und mähen den Rasen beinahe fehlerfrei. Einer ihrer größten Vorzüge bezieht sich auf die dabei entstehende Lautstärke, die die Gemüter beim maschinellen Rasen mähen schon seit Jahrzehnten erhitzte: So verursachen konventionelle Rasenmäher nicht selten Geräuschkulissen von über 90 dB (entspricht etwa der Lautstärke eines Orchesters), während die modernen Gardena Mähroboter durchschnittlich nur 60 dB (Zimmerlautstärke) erzeugen. Dank ihrer zahlreichen sensorischen Einbauten überprüfen sie die Rasen-Höhe in ihrem abgesteckten Aktionsbereich unablässig und passen sie bei Bedarf millimetergenau an. Dennoch verbrauchen Rasenroboter erheblich weniger Energiekosten (durchschnittlich 30 Euro pro Jahr) als ihre konventionellen Gegenstücke und laden ihre Reserven bei niedrigem Akkustand selbstständig wieder auf.

Mit einem Mähroboter muss man nie wieder selbst mähen
© Dudarev Mikhail – stock.adobe.com

Trotz dieser Fortschritte repräsentieren die heutigen Gardena Mähroboter aber noch nicht die Ideallösung, um den Rasen vollautomatisch zu mähen. So spiegelt sich der Forschungsaufwand, der während ihrer Entwicklung betrieben wurde, in ihrem, vergleichsweise recht hohen, Kaufpreis wider. Darüber hinaus verfallen die emsigen Gartengeräte schnell in Agonie, wenn ein ihnen unbekanntes Hindernis ihren Weg kreuzt. Beim Abstecken des Aktionsbereiches der Roboter sollten Sie daher den Kanten besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden zu lassen. Die Grundfunktionen der automatischen Mäher sind somit schon recht überzeugend. Dennoch lohnt es zweifelsfrei, noch einen Blick auf deren zusätzliche Eigenschaften zu werfen, bevor der große Gardena Mähroboter Test startet.

Die Ränder der Rasenfläche sollten im Idealfall überfahrbar sein, damit sie nicht von Hand geschnitten werden müssen. Die Geräte weichen Fußbällen, Ästen, Steinen, Spielzeug etc. zielsicher aus. Um zu vermeiden, dass jene Stellen beim Rasen mähen prinzipiell ausgelassen werden, sind die entsprechenden Hindernisse im Vorfeld dennoch manuell zu beseitigen.

Rasenpflege leicht gemacht
© CharMoment – stock.adobe.com

Riskante Stellen: Gartenteiche, mit starkem Gefälle versehene und/oder unübersichtliche Abschnitte des Rasens sind kein geeigneter Aufenthaltsort für Rasenroboter und müssen daher strikt abgesteckt werden. Katzen und Hunde werden dank der präzise arbeitenden Stoß- und Hebesensoren jedoch zuverlässig gemieden. Kinder oder Kleinkinder haben in der Nähe unbarmherzig agierender Rasenroboter aber definitiv nichts verloren.

Futuristisch: Rasenmäher mit Bluetooth und GPS

An dieser Stelle begegnet uns letztlich auch die moderne Kommunikationstechnologie wieder: Die meisten automatischen Geräte arbeiten inzwischen nach festen Vorgaben. Ob diese nun per LCD-Display, Smartphone, Bluetooth-Schnittstelle oder Smart-Home-Anbindung realisiert werden, ist natürlich noch modellabhängig. Dagegen dürften speziell angepasste GPS-Systeme genügend Potential besitzen, um in den nächsten Jahren zur Standard-Ausrüstung aufzusteigen: Der Weg des Roboters wird dabei über das GPS-Modul millimetergenau aufgezeichnet und auf eventuellen Optimierungsbedarf hin überprüft. Das System leitet die Maschine auf diese Art zielsicher durch verwinkelte Gärten und Engstellen.

Gegenwart: Viel Zeitersparnis, kein Schweiß

Bevor es soweit ist, kommen aber zunächst die heutigen Produkte zum Einsatz. Und deren wichtigste Kenngröße betrifft die maximale Flächenkapazität: Diese wurde bei den Gardena Mähroboter-Modellen recht großzügig gestaltet, sodass Eigenheimbesitzer in Ballungsgebieten mit beengten Gartenparzellen gewissermaßen die freie Auswahl besitzen. Für größere Grundstücke oder öffentliche Grünanlagen sollte allerdings ein Modell mit genügend Kondition für zumindest 800 m² Rasenfläche ausgewählt werden. Darüber hinaus gilt es, vor dem Kauf den anvisierten Mähzyklus im Blick zu behalten: Wer den Rasenroboter etwa nur einmal pro Woche nutzen möchte, sollte sich für ein Modell mit entsprechend variabel einstellbarer Schnitthöhe entscheiden.

RASENROBOTER SILENO SET BIS 1000M²

Wie bei Gartenwerkzeug üblich, ist dem mitgeliefertem Zubehör erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. So lassen sich die Hersteller einzelne Komponenten, wie Akkus oder Ladestationen bei späteren Nachkäufen teuer entlohnen. Dieser Punkt verdient nicht zuletzt deswegen Beachtung, weil die Messer der Roboter in regelmäßigen Abständen erneuert werden müssen, um einen gleichmäßigen Schnitt zu gewährleisten. Nun ist es aber langsam an der Zeit, diese Aspekte anhand konkreter Beispiele zu überprüfen.

Gardena – der Gartenprofi im Test

Der deutsche Marktführer für den Gartenbereich kann dabei auf jahrzehntelange Erfahrung zugreifen: Seit 1961 erforscht und vertreibt das Ulmer Traditionsunternehmen fortschrittliche Gartentechnik. Sein Durchbruch lässt sich letztlich auf das Jahr 1973 datieren, als elektrische Gartenwerkzeuge mit Akkuantrieb zur Marktreife gebracht wurden. Die aktuelle Gardena Mähroboter-Generation stellt somit nur das neueste Exemplar einer langen Ahnenreihe kabelloser Helferlein dar.

RASENROBOTER GARDENA SILENO CITY BIS 250M²

Die Sileno-Kollektion

Die Speerspitze jener Produktklasse wird indessen von der Sileno-Life-Reihe repräsentiert. Mit einer maximalen Nutzfläche von 750 bis 1.250 m² sind die mittelgroßen Mäher in privaten Gärten jeder Aufgabe gewachsen. Dabei verfügen sie standardmäßig über

  • einen integrierten Diebstahlschutz
  • programmierbare Mähzeiten
  • die vollautomatische Aufladung (mit der maximalen Ladedauer von 60 Minuten) in der mitgelieferten „Garage“
  • ein hochwertiges Schneidwerk mit drei unabhängig voneinander operierenden Messern
  • intuitiv bedienbare LCD-Displays, wahlweise auch Smartphone-Steuerung

Einzelne Gardena Mähroboter lassen sich zudem selbst im Regen betreiben. Das entscheidende Verkaufsargument dieser Geräte stützt sich jedoch auf ihre neuartige Sensortechnik: So dient die Sensor-Control-Funktion dazu, die jeweils aktuelle Rasenhöhe zu ermitteln, damit der Mähroboter nur bei Bedarf tätig wird. Dank der sensorgestützten Schnitttechnik namens Sensor-Cut wird der Rasen dabei zudem äußerst gleichmäßig und streifenfrei gemäht.

Kompakt und kraftvoll: Der Sileno City

Innerhalb der Reihe hat der „City“ da schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Seine durchschnittliche Mähdauer über 65 und Ladezeit von 60 Minuten unterscheiden sich zwar nicht wesentlich von den Kenndaten seiner großen Brüder. Dafür punktet er jedoch aufgrund seiner vergleichsweise äußerst niedrigen Schallemissionen (im Vollbetrieb nur 58 dB). Der City erweist sich zudem als echte vollautomatische Alternative für den kleinen Geldbeutel. Denn unterhalb der Anschaffungskosten von 900 Euro sind Gardena Mähroboter im freien Handel nur selten erhältlich. Dass er in einem einzigen Mähzyklus dennoch bis zu 250 m² Nutzfläche bearbeiten kann, spricht zusätzlich für die Qualitäten dieses kleinen Kraftpakets. In etwas größeren Anlagen stößt der City damit natürlich zweifellos an seine Grenzen. Dafür sind jedoch auch andere Roboter konstruiert worden.

RASENROBOTER GARDENA SILENO CITY BIS 250M²

Optisch ansprechende Mittelklasse-Variante: Der R70LI

Was uns schließlich zum R70LI führt. Seine Eigenschaften decken sich in weiten Teilen mit dem des Modells City, wenngleich seine durchschnittliche Ladezeit noch einmal um 10 Minuten nach unten korrigiert wurde. Darüber hinaus ist seine maximale Flächenkapazität mit 700 m² der des City selbstverständlich weit überlegen. Der größte Vorzug des R70LI verbirgt sich jedoch in seinen zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten: So kann man unter anderem mithilfe der Fernstartfunktion ganz exakt festlegen, wie er in den schwer zugänglichen Gartenarealen agieren soll. So hat sich dieses Modell vor allem beim Einsatz in stark verwinkelten Großstadtgärten bewährt.

RASENROBOTER R70LI BIS 700M²

Gardena besteht den großen Mähroboter Test

Was soll uns das nun alles sagen? Zunächst bleibt festzuhalten, dass Gardenas aktuelle Produktlinie durch hochwertiges Design, ausgeklügelte Funktionen, lange Lebensdauer und insbesondere durch ihre Vielseitigkeit punktet. So lässt sich jeder der hier angesprochenen Mähroboter einem konkreten Einsatzgebiet zuordnen: Der City brilliert aufgrund seiner geringen Schallemissionen und maximalen Nutzfläche von 250 m² besonders in Großstadtgärten. Sein großer Kollege, der R70LI, eignet sich dafür prinzipiell zwar ebenfalls, macht dank seiner Reichweite von über 700 m² allerdings auch auf dem Land eine gute Figur. Für Rasenflächen jenseits der 1000m²-Marke muss jedoch schon ein leistungsfähigeres Modell der Sileno-Reihe zum Einsatz kommen. So verließ Gardenas Entwicklungsabteilung in den vergangenen Jahren unter anderem ein spezielles Modell, dass explizit fürs Mähen von Sportplätzen konstruiert wurde. Dementsprechend hat der Marktführer für hochwertige Gartenwerkzeuge unseren Test problemlos bestanden und wird in der nahen Zukunft zweifelsfrei weitere Innovationen hervorbringen, um das Rasen mähen an deutschen Eigenheimen noch effektiver und komfortabler zu gestalten.