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C-Stahl Pressfitting und Rohr

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Heizungssysteme sind teuer und wirtschaftliche Alternativen sind daher immer gefragt. Eine solche Alternative ist C-Stahl. Im Heizungsbau ist dieses Material besonders kostengünstig, und dabei dennoch für seinen Einsatzzweck exakt optimiert. Welche verschiedenen Arten von C-Stahlrohr es gibt, wo sie eingesetzt werden können und wo ihre besonderen Vorteile im Einzelnen liegen, verraten wir Ihnen.

Stahl ist die VerbindungC-STAHL-ROHR BLANK aus Eisen als Hauptbestandteil und anderen Metallen als Legierung. Nach gängiger Definition muss der Kohlenstoffgehalt von solchen Legierungen unter 2 % liegen, damit das Material noch als Stahl bezeichnet werden kann. C-Stahl ist gemeinhin auch als Carbonstahl bekannt und wird als unlegierter Stahl bezeichnet.

Es handelt sich dabei technisch um eine Verbindung, die hauptsächlich aus Eisen und zwischen 0,2 und 0,65 % Kohlenstoff besteht. Enthalten sind in diesen Stählen nur sehr geringe Mengen Nickel und Chrom, jedoch keine weiteren Metalle. Aus diesem Grund wird die Charakterisierung als unlegiert verwendet.

C-Stahlrohr und Korrosion

Ein C-Stahlrohr ist aufgrund seiner Beschaffenheit mit einem Problem konfrontiert: Korrosion. Ein Stahlrohr, das nur mit so geringen Mengen an Chrom und Nickel legiert ist, ist in der Regel nicht korrosionssicher.

Korrosion benötigt Sauerstoff, um stattfinden zu können. In geschlossenen Systemen, in die kein Sauerstoff eingetragen werden kann (wie etwa in einen geschlossenen Heizungskreislauf), ist es demnach nicht möglich, dass Korrosion stattfindet. Das macht einen aufwändigen Korrosionsschutz beim Heizungsrohr überflüssig und ermöglicht die Nutzung von kostengünstigen Rohren aus Carbonstahl, die sich zudem auch noch sehr leicht verarbeiten lassen (anders als viele hochlegierte Varianten). Mit einem C-Stahl Pressfitting lassen sie sich zudem ideal miteinander verbinden.

Pressfitting

Das passende Stahlrohr im Heizungsbau

Bei den im Heizungsbau verwendeten Rohren gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Arten, die Verwendung finden: Ummantelte und verzinkte Rohre.

Ummantelungen bzw. Verzinkungen befinden sich dabei nur auf der Außenseite beim Heizungsrohr. Ein Schutz vor Korrosion im Inneren ist überflüssig, da wie bereits erwähnt in einem sauerstofffreien System kein Korrosionsschutz erforderlich ist. Ummantelte Rohre werden in der Regel mit Durchmessern zwischen 12 mm und 54 mm angeboten, bei den verzinkten Ausführungen sind auch größere Durchmesser möglich. Hier bewegt sich die Bandbreite zwischen 12 mm und 108 mm.

Kunststoffummantelte Rohre bieten in der Regel einen besseren Korrosionsschutz als die verzinkten Versionen – in den meisten Fällen wird eine solche Variante also die bessere Alternative sein. Verzinkte Rohre werden auch von vielen Unternehmen nur ungern verwendet. Der geringfügig niedrigere Preis lohnt in der Regel nicht in Hinblick auf den schlechteren möglichen Schutz vor Rost.

Stahlrohr Stapel
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Zu achten ist gerade bei den ummantelten Rohren darauf, dass im Bereich der Verbindungen kein Korrosionsschutz mehr besteht (durch das Ablängen der Rohre wird er ja teilweise beschädigt). Hier muss unbedingt eine zusätzliche Abdichtung (zum Beispiel mit Dichtbandagen) an den Übergangsstellen zu den Formstücken und zum Fitting vorgenommen werden. Dichtbandagen sind deshalb das Mittel der Wahl, weil sie zwischen -60 °C und 100 °C völlig temperaturbeständig sind und in der Regel selbstverschweißend ausgeführt sind. Auf diese Weise ist ein hoch wirksamer Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit stets gegeben.

C-Stahl Pressfitting zum optimalen Verbinden von Rohren

Ein C-Stahl Pressfitting stellt eine einfache Möglichkeit dar, Rohre durch Kaltverformung sicher zu verbinden. Ein Fitting ist dabei üblicherweise nicht nur verzinkt, sondern auch mit einer speziellen Chrom-Schutzschicht versehen. Ein solches Verbindungsstück kann recht einfach verpresst werden und zeigt mit einem speziellen Indikator an, ob der Vorgang ordnungsgemäß umgesetzt wurde und die Rohrverbindung mit dem Pressfitting damit auch tatsächlich dicht ist. Diese Verarbeitungsweise ist effizient und unkompliziert und ermöglicht ein schnelles und fehlerfreies Arbeiten – was wiederum die Kosten im Heizungsbau deutlich senkt.

Im Handel werden die Verbindungsteile in vielen verschiedenen Arten von Formteilen angeboten, die je nach Einsatzzweck passend ausgewählt werden können.

Für die tatsächliche Dichtung der Rohrverbindung sorgt der bei einem C-Stahl-Pressfitting eingelegte Dichtring aus EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk). Dieses Material findet auch bei Flachdachdichtungen und bei der Bauwerksabdichtung Verwendung. Sein Vorteil liegt vor allem in der sehr hohen Elastizität und in der Beständigkeit gegenüber vielen chemischen Stoffen, daneben auch in der Unempfindlichkeit gegen heißes Wasser und heißen Dampf.

Richtige Verlegung von C-Stahl ist erforderlich

Im Betrieb und unter den üblichen Einsatzbedingungen sind bei einem C-Stahlrohr keine Schäden zu erwarten. Die Systeme haben sich – Pressfitting Verbindungen eingeschlossen – in den letzten Jahren vielfach bewährt. Beschädigungen können aber durch eine unsachgemäße Verlegung oder Behandlung während der Bauphase auftreten. Besonderer Schutz ist dabei nicht notwendig, drei Regeln müssen allerdings zwingend sehr sorgsam eingehalten werden. Zum einen müssen die Rohre immer in trockenen Umgebungen verlegt werden. Zudem muss eindringendes oder möglich eindringendes Wasser frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Weiterhin dürfen nur korrosionsgeschützte Rohre (Schutz vor Außenkorrosion durch Verzinkung oder unbeschädigte Ummantelung) verlegt werden.

Das C-Stahlrohr im Vergleich zu anderen Materialien

C-StahlKupferrohre überzeugt mit seinen Vorteilen, dass das Material im Vergleich zu anderen Werkstoffen ideal für die Verarbeitung als Heizungsrohr macht. Kupfer beispielsweise zeichnet sich dadurch aus, dass es wegen der niedrigen Rohrreibung geringere Druckverluste verursacht, ist jedoch gerade bei der Verlegung in Estrich aufgrund der hohen Wärmedehnung nachteilig. Außerdem sind Rohre aus Kupfer erheblich teurer.

Kunststoffrohre sind thermisch bei weitem nicht so belastbar und sollten möglichst nie in der Nähe eines Brenners zum Einsatz kommen. Betrachtet man die Vorzüge von C-Stahl, kommt man zu der Erkenntnis, dass es das ideale Material für Rohre im Heizungsbau ist und sich zudem als sehr kostengünstig erweist.