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Wissenswertes über Diamantsägeblätter

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Noch vor Jahren waren Diamantsägeblätter relativ teuer und daher eher für den gewerblichen Einsatz gebräuchlich. Dies hat sich gewandelt. Man bekommt mittlerweile gute Sägeblätter mit Diamanten bestückt zu akzeptablen Preisen in einer annehmbaren Qualität. Auf einige Dinge ist allerdings bei der Auswahl der passenden Sägeblätter zu achten.

Wofür werden Diamantsägeblätter hauptsächlich eingesetzt

Die Einsatzgebiete der Diamantsägeblätter sind vielseitig. So kommen sie in der Holzindustrie, Bauindustrie, Möbelbau, in Naturstein und Kunststein verarbeitenden Betrieben sowie im Straßenbau zum Einsatz. Erhältlich sind Diamantsägeblätter als Trennscheiben und Sägeblätter. Des Weiteren gibt es spezielle Schleiftöpfe mit einseitig aufgetragenen Diamantsegmenten und stabilen Körper. Diese lassen sich hervorragend auf Winkelschleifern oder aber auf Schleifköpfen von Schleifmaschinen zum Planschleifen von Natur- oder Kunststein mit Wasserkühlung einsetzen. Meist finden bei stationären Maschinen auswechselbare Schleifsegmente mit Diamant Verwendung.

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Wie sind die Diamantsägeblätter und Trennscheiben aufgebaut

Ein Diamantsägeblatt oder die Trennscheibe werden hauptsächlich auf rotierenden Handwerkzeugmaschinen zum Trennen und Sägen eingesetzt. Entsprechend sind gebräuchliche Durchmesser von 125 mm und 230 mm, wie für die kleine Flex oder den Winkelschleifer üblich. Ein größeres Kreissägeblatt wird zum Sägen und Trennen auf stationären oder portablen Werkzeugmaschinen eingesetzt. Jede dieser Trennscheiben besteht aus einem Kern, auf dem die Diamantsegmente befestigt sind. Für Winkelschleifer beträgt die Aufnahmebohrung beispielsweise 22,2 mm. Sind größere Aufnahmebohrungen vorhanden, dann sind Distanzringe im Fachhandel erhältlich. Der Trägerkörper selbst besteht aus Vollmaterial oder aus verschiedenen Schichten. Die Körper mit verschiedenen Schichten werden Sandwichkern genannt und bieten den Vorteil einer geringeren Geräuschentwicklung während des Schnitts. Am äußeren Rand des Trägerkörpers sind die Diamantsegmente zum Sägen und Trennen angebracht. Diese werden im Normalfall hart aufgelötet. Höherwertige Segmente werden dagegen lasergeschweißt. Der Trägerkörper selbst kann auch lasergebrannte Schlitze aufweisen, die ebenfalls für eine größere Laufruhe beim Sägen oder Trennen sorgen. Auf dem Trägerkörper vom Kreissägeblatt befinden sich die Bezeichnung und andere charakteristische Daten des Werkzeugs.

Säge mit Diamantsägeblatt im Einsatz
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Der Diamantschleifkopf und seine Anwendung im Handwerk

Ein Diamantschleiftopf ist eine Sonderform der Diamanttrennscheibe. Eigentlich ist er nicht zum Trennen geeignet. Hauptanwendungsgebiet ist das Herstellen von Fasen an Kunst- und Natursteinen. Hierfür ist dies ein sehr effektives Werkzeug und bietet durch entsprechende Schrägstellung des Schleifkopfes die Möglichkeit der Fein- oder Schruppbearbeitung. Zwischen den einzelnen Segmenten, die einseitig aufgebracht sind, befinden sich Schlitze zum besseren Abtransport des Schleifguts. Die Schleiftöpfe werden mit entsprechenden Aufnahmebohrungen oder mit Schraubgewinde für Winkelschleifer ausgeliefert. Hauptanwendungsgebiete sind Natur- und Kunststeinbetriebe, Verlegebetriebe für Fliesen, Naturstein und Kunststein sowie Steinmetze.

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Welche Formen des Trägerkerns sind üblich und was sind die Besonderheiten

Die Trägerkerne gibt es in unterschiedlichen Materialstärken sowie als Sandwichbauweise. Bei letzterer kommen dünnere Materialstärken zum Einsatz, die zu einem Sandwichpaket verbunden werden. Durch die unterschiedlichen Schichten wird der entstehende Lärm beim Sägen wirksam gedämpft. Die Modelle in fester Bauweise sowie die Sandwichausführungen können dabei Bohrungen aufweisen oder auch mit Schlitzen zur besseren Abführung des entstehenden Schleifstaubs versehen sein. Die Durchmesser variieren je nach einzusetzender Werkzeugmaschine. Kleine Durchmesser bis 230 mm werden vorwiegend für die handgeführten Werkzeugmaschinen verwendet. Größere Durchmesser bis 1000 mm kommen auf kleinen Brückensägen oder Bausägen sowie Kappsägen für Porenbeton und andere Materialien zum Einsatz.

Welche Segmentformen werden wofür verwendet

Die Segmente können lang oder kurz, dick oder dünn sein. Alle diese Merkmale wirken sich entsprechend preislich aus. Außerdem ist bei Diamantsegmenten mit bloßem Auge erkennbar, ob eine große oder kleine Diamantdichte vorliegt. Die Segmente selbst werden durch Sintern in der entsprechend gekrümmten Form hergestellt. Da Schleifen eine Abtragung von Material mit undefinierten Schneiden ist, bestimmt die Bindung, in welchen Zyklus sich das Sägeblatt selbst nachschärft. Neben den verschiedenen Abmessungen der Segmente sind diese teilweise geschlitzt, um einen besseren Abtransport des Schleifguts zu gewährleisten. Diamanttrennscheiben gibt es mit geschlossenen Schneidrand, geschlitzten Schneidrand als sogenannte Turbotrennscheiben sowie mit Einzelsegmenten am Kern befestigt. Der geschlossenen Schneidrand ergibt ein sauberes Schnittbild. Deshalb werden diese Diamanttrennscheiben überwiegend zum Zuschneiden von Fliesen und Naturstein verwendet. Die Einzelsegmente wiederum ermöglichen eine hohe Schnittleistung durch gute Abführung des Schleifstaubes. Turbosegmente vereinen diese beiden Eigenschaften in einer Bauart.

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Wie wirkt sich die Bindung der Diamanten auf das Schnittverhalten aus

Die Diamantbindung ist entscheidend für das Selbstschärfen in den entsprechenden Materialien. Eine weiche Diamantsegmentbindung bewirkt ein häufigeres Ausbrechen der abgenutzten Diamanten und ist somit zum Einsatz in harten Materialien bestens geeignet. Dies ergibt sich daraus, dass ständig scharfe Diamantschneiden zur Verfügung stehen. Klar ist, dass dies zu Lasten der Standzeit des Werkzeugs geht, denn die Segmente werden schneller aufgebraucht. Eine harte Bindung ist wiederum bestens für weiche Materialien zur Bearbeitung geeignet. Durch den geringeren Verschleiß wird eine hohe Standzeit dieser Werkzeuge erzielt. Einen Kompromiss stellen Universal-Diamanttrennscheiben dar. Hier sind die Bindung sowie die Korngröße so optimiert, dass ein breites Spektrum verschiedener Materialien bearbeitbar ist.

Präziser Schnitt
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Woran erkennt man ein gutes Diamantsägeblatt als Laie

Die Unterscheidung welches Diamantsägeblatt hochwertig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zum einen ist ein leicht erkennbares Merkmal die Höhe der Segmente. Als zweiter aussagekräftiger Aspekt sind die Diamantdichte sowie die Korngröße im Segment zu betrachten. Die Bauform selbst hängt wie beschrieben von der Anwendung ab. Weniger nachprüfbar ist es, welche Bindung genutzt wird. Dieses Merkmal erkennt man erst bei der Verwendung des Sägeblatts. Allerdings ist das ein entscheidendes Kriterium für die Standzeit. Für die jeweilige einzusetzende Werkzeugmaschine sollte das Blatt eine entsprechende Aufnahmebohrung besitzen. Ob Sie einen Sandwichkern oder Normalkern bevorzugen liegt an den Anforderungen der Geräuschentwicklung. Beide Bauformen sind für ihren Einsatzzweck entsprechend gut geeignet.

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Fazit: Diamantsägeblätter und ihre Einsatzgebiete in Industrie, Handwerk und Zuhause

Bei Beachtung folgender Hinweise sind Diamanttrennscheiben äußerst effiziente, mittlerweile erschwingliche Werkzeuge. Sie kommen sehr vielfältig zum Einsatz. Im Straßenbau werden im Asphalt oder Beton Fugen geschnitten und anschließend mit dehnbarem Material wieder verschlossen. Der Elektriker und Installateur stellt mit Diamantscheiben durch Fräsen Schlitze in Wänden, Decken und Fußböden her, in denen Kabel oder Rohre verlegt werden. Auf der Jolly werden Fliesen vor Ort passend zugeschnitten. Generell gilt, Nassschnitt erhöht die Standzeit der Diamantwerkzeuge wesentlich gegenüber dem Trockenschnitt. Daher rotiert das Sägeblatt bei Jolly-Sägen oder transportablen Brückensägen in der Regel in einer Wasserwanne. Ein weiterer Vorteil beim Nassschnitt ist meist eine sauberere Schnittkante, da eine zu hohe Wärmeentwicklung ausgeschlossen wird. Bitte schleifen Sie niemals mit Trennscheiben. Dies zerstört die Schleifscheibe durch Verformung des Kerns. Ebenso ist meist eine Laufrichtung angegeben, die zu beachten ist. Der Anpressdruck beim Schneiden sollte außerdem gefühlvoll gewählt werden.