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Druckminderer für Wasser

«Unerlässlich für die Drucksteuerung in Leitungen»

Wenn Leitungswasser von der öffentlichen Wasserversorgungsanlage in das Haus gelangt, ist der Druck oft so groß, dass Schäden am weiterführenden Leitungssystem und an Haushaltsgeräten entstehen könnten. Abhilfe schafft ein Druckminderer. Wie diese Installationskomponente funktioniert und welche Aufgaben sie erfüllt, erfahren Sie in unserem Magazin.

Wasserdruck aus der öffentlichen Wasserversorgung

Um zu verstehen, welchen Sinn ein Druckminderer hat, muss man zuerst wissen, wie die öffentliche Wasserversorgung funktioniert. Egal ob Quellwasser aus den Bergen oder Tiefengrundwasser – in der Regel wird das kostbare Gut in einem Hochbehälter gesammelt. Wie der Name schon sagt, liegen diese Sammelbehälter höher als das Siedlungsgebiet selbst. Vom Hochbehälter aus verteilt sich das Wasser in den örtlichen Leitungssystemen bis hin zum Hausanschluss. Je nach Höhenlage kann es der Fall sein, dass das Trinkwasser mit einem Druck von bis zu 15 bar ins Gebäude strömt. Ähnlich hoch kann der Eingangsdruck sein, wenn das Wasser von einer Druckerhöhungsanlage kommt. Die Haustechnik sowie die meisten Haushaltsgeräte sind aber nur bis zu einem Druck von maximal 10 bar ausgelegt. Hier kommt ein Druckminderer für Wasser ins Spiel.

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Welchen Zweck erfüllt ein Druckminderer in der Wasserleitung?

Die Hauptfunktion eines Druckreglers besteht darin, einen Zustand zu erreichen, wonach im nachgeschalteten Leitungssystem ein niedrigerer Druck vorherrscht als in der Zuleitung. Üblicherweise verfügt heutzutage jeder Hauswasseranschluss über eine Druckreduzierung, wobei die Komponenten auch als Druckventil oder Zuströmventil bezeichnet werden. Der Einbau dieser Elemente erfolgt im Hauswasseranschluss direkt hinter dem Wasserfilter und dem Wasserzähler.

Wie funktioniert ein Druckminderer?

Wie ein Sicherheitsventil arbeitet auch dieses Bauteil mit einer Membrane und einer Feder. Der Druck nach dem Druckminderer, genannt Hinterdruck, dient als Steuerungsgröße – erhöht sich dieser, wird eine Bewegung über die Membran und die Feder zum Ventil ausgelöst. Durch diese Schließbewegung des Ventils können eine Drosselung und damit ein Druckausgleich erreicht werden. Gemäß dem sogenannten Kraftvergleichssystem hat der Vorderdruck (Eingangsdruck) keinen Einfluss auf das Regelventil. Demnach beeinflussen Druckschwankungen auf der Eingangsseite nicht den Hinterdruck.

Ohne Druckminderer kann viel Schaden angerichtet werden
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Was passiert ohne Druckregelung?

Haustechnik, Hausleitungen und Haushaltsgeräte sind nur bis zu einem Wasserdruck von maximal 10 bar ausgelegt. Was passiert nun, wenn das Wasser mit einem viel höheren Druck ins Gebäude strömt? Am Beispiel einer Waschmaschine lässt sich die Problematik leicht erklären: Für den Füllvorgang öffnet sich ein Magnetventil. Strömt das Wasser mit Überdruck ungebremst in die Maschine, entsteht eine hohe kinetische Energie. Die Waschmaschine deutet dies als Vollfüllung und gibt den Befehl zur abrupten Schließung des Füllventils. Dieser Druckaufbau wird wiederum in das Leitungsnetz weitergegeben, das typische „Klock“ ist zu hören. Durch die hohe Belastung besteht die Gefahr, dass zum Beispiel ein Kükenventil im Zulauf zum Durchlauferhitzer aus dem Sitz geschleudert wird. Und dann ist die Überschwemmung perfekt.

Ähnliches kann natürlich mit der Spülmaschine oder mit dem Durchlauferhitzer selbst passieren. Auch andere Schwachstellen im Hauswasserleitungssystem neigen zu Schäden bei zu hohem Wasserdruck. Der Einbau eines Druckminderers ist zwar nicht grundsätzlich verpflichtend, ab einem Druck von 5 bar spricht die Norm aber von einem absoluten Erfordernis.

Die Siebtasse muss nach unten zeigen
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Wie wird ein Druckregler für die Wasserleitung richtig eingebaut?

Der Einbau muss immer in eine waagrechte Wasserrohrleitung erfolgen, und zwar mit der Siebtasse nach unten. Neben der Vorsehung von Absperrventilen ist es erforderlich, die nachgeschaltete Anlage durch ein Sicherheitsventil abzusichern.

Außerdem sollte die Einbaustelle gut zugänglich und frostsicher sein, auch eine gute Einsehbarkeit des Manometers muss bestehen.

Ist die Wasserversorgung anfällig für Verschmutzungen, empfiehlt sich der vorgeschaltete Einbau eines Feinfilters. Das vereinfacht die Reinigung und die Wartung.

Welche Hersteller produzieren zuverlässige Druckregler für Wasser?

Eine Druckreduzierung schützt Hauswasseranlagen gegen einen zu hohen Versorgungsdruck. Da diese Installationskomponenten eine wichtige Aufgabe zu erfüllen haben, müssen sie über eine hohe Qualität verfügen. Wir geben einen Überblick über namhafte Hersteller dieser Lösungen.

Honeywell Haustechnik: Hochwertige Druckminderer für Wasser

Das Unternehmen Honeywell Haustechnik hat sich bei Fachplanern und SHK-Installateuren einen hervorragenden Namen gemacht. In den Kompetenzbereichen Wärme und Wasseraufbereitung bietet der Hersteller Lösungen in höchster Qualität an. So auch die Systeme für die Druckregulierung: Armaturen, Mischer und Druckventile von Honeywell versprechen maximale Zuverlässigkeit in ihrer Funktion.

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Berluto Druckminderer Wasser: Ein Markenprodukt aus deutscher Fertigung

Berluto Trinkwasser-Installationskomponenten übertreffen alle Normanforderungen, wenn es um Beständigkeit, Korrosionsfestigkeit und Materialverarbeitung geht.

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SYR – zuverlässige Druckregelung für die Wasserleitung

Die Druckregler von SYR werden nicht nur in der privaten Trinkwasserversorgung eingesetzt, sondern finden auch im gewerblichen und industriellen Bereich Verwendung. Die Komponenten können einen Eingangsdruck von bis zu 25 bar problemlos vermindern.

SYR DRUCKMINDERER TYP 315 DN 20Damit werden Anlagen vor Schäden durch einen zu hohen Versorgungsdruck geschützt. Selbstverständlich sind alle verwendeten Materialien korrosionsbeständig. Dadurch ist eine lange Lebensdauer der Bauteile garantiert. Wer auf der Suche nach einem hochwertigen Druckventil für die Wasserleitung ist, findet in den Produkten der Marke SYR hervorragende Lösungen.