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© Kathrin39 / Fotolia.com
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Garten winterfest machen

« Herbstliche Gartenarbeit, um vom Sommer Abschied zu nehmen »

Draußen wird es kühler, die Tage werden kürzer. Die Blätter der Bäume verfärben sich bunt. Birnen, Pflaumen, Kürbisse und Walnüsse werden erntereif. Es wird Herbst und somit Zeit, dass Sie Ihren Garten winterfest machen. Denn bereits jetzt legen Sie den Grundstein für einen blühenden und grünen Garten im kommenden Jahr. Welche Arbeit im Garten ist notwendig, welches Gartenwerkzeug kommt jetzt zum Einsatz?

Rasenpflege

gardena-combisystem-schneidrechen-zum-beseitigen-von-moos-und-rasenfilzVertikutieren

Damit es im Frühjahr keine böse Überraschung gibt, sollten Moos und alte Rasenreste entfernt werden. Dies wird durch vertikutieren, beispielsweise durch ein entsprechendes Gardena Gartenwerkzeug, erreicht. Hier reicht es aus, wenn die Messer 2 bis 3 mm tief in den Boden schneiden.

Mähen

Die Rasenpflege beginnt aber mit dem Mähen. Wenn die Halme eine Länge von etwa 2 cm haben lässt sich die Rasenfläche anschließend problemlos vertikutieren. Diese Arbeiten können bis Ende Oktober durchgeführt werden. Bitte beachten Sie, dass die Witterungsverhältnisse dies nicht immer zulassen.

© Marco2811 / Fotolia.com
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Je später es im Herbst wird, desto größer die Möglichkeit, dass das Wetter nicht mitspielt. Zum einen verklebt nasses Schnittgut Rasenmäher und Vertikutierer. Zum anderen kann ein zu feuchter und kalter Boden durch Belastung so verdichtet werden, dass der Rasen nicht mehr gut versorgt werden kann und Regenwasser nicht mehr vollständig versickert. Das fördert dann wieder das Mooswachstum.

Düngen

Ein hochwertiger Dünger hilft dem Rasen im Garten dabei, die kalten Wintermonate gut und gesund zu überstehen. Achtung: Stickstoffreiche Dünger regen das Wachstum der Pflanzen an. Das wird im Herbst nicht gewünscht. Spezielle Herbstdünger weisen einen hohen Anteil an Kalium auf. Das sorgt dafür, dass die Abwehrkräfte der Flora gestärkt werden und der Rasen gesund bleibt. Die Düngung sollte Anfang Oktober erfolgen. Auf jeden Fall aber vor dem letzten Schnitt.

© bildergala / Fotolia.com
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Um die Rasenpflege im Herbst richtig abzuschließen, sollten die Grashalme nach dem letzten Schnitt eine Länge von etwa 4 cm haben. Die Schnittreste müssen komplett entfernt werden, da sich sonst Pilze und Krankheitserreger ausbreiten können. Zur kompletten Rasenpflege gehört daher auch das regelmäßige Entfernen von Laub.

Stauden

Die anstehende Gartenarbeit und das winterfest machen setzen sich nach der Rasenpflege bei den Stauden fort. Kleinere Pflanzen oder Jungpflanzen können in einem Kübel geschützt werden. Dazu werden sie einfach umgetopft und in ihr Winterlager gebracht. Keller und Garage bieten dafür die geeigneten klimatischen Bedingungen.

© Stefan Körber / Fotolia.com
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Wenn die Stauden im Außenbereich überwintern, dann sollten sie an die Nordseite des Hauses auf eine dicke Styroporplatte gestellt und mit Luftpolsterfolie umwickelt werden. Mit speziellen Pflanzenvliesstoffen können auch die oberirdischen, immergrünen Pflanzenteile geschützt werden.

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Pflanzen die im Garten verbleiben werden grundsätzlich im Herbst nicht geschnitten. Die oberirdischen Teile sterben im Winter ab. Sie dienen Insekten und kleineren Nützlingen im Winter als Unterschlupf. Lediglich sehr hoch wachsende Pflanzen werden kurz über dem Boden abgeschnitten. Nur die unter der Erde liegenden Pflanzenteile mit Wurzel überwintern im Boden und treiben im Frühjahr wieder neu aus. Diese sollten also vor Frost geschützt werden. Das gilt auch für die als winterhart bekannten Stauden. Besonders wichtig wird der Schutz bei sehr kalten Wintern ohne Schneefall. Die Schneedecke dient als Isolationsschicht. Wenn sie nicht vorhanden ist, muss der Schutz durch beispielsweise eine Laubdecke geschaffen werden. Diese sollte 10-20 cm dick sein und mit einigen Ästen oder Reisig beschwert werden. Allerdings erst dann, wenn Dauerfrost ansteht. Wird die isolierende Schicht zu früh aufgebracht, können Pilzinfektion oder Schädlingsbefall entstehen.

gardena-classic-giessstab-stufenlos-regulier-und-absperrbarAuch im Winter brauchen Stauden ausreichend Wasser. Der Bedarf ist nicht so groß wie im Sommer aber ein Wassermangel kann Schäden verursachen. Ebenso wie dauernde Staunässe. Daher muss das Abflussloch bei in Kübeln gepflanzten Stauden immer frei gehalten werden.

Eine Besonderheit bilden immergrüne Stauden in kalten Wintern ohne Schneefall. Sie verfallen nicht in die gewohnte Winterstarre, da sie durch die Sonne ständigen Temperaturschwankungen und UV-Belastungen ausgesetzt sind. Die oberirdisch liegenden Pflanzenteile werden aufgetaut wodurch die Verdunstung einsetzt. Da der Boden aber noch gefroren ist, kann kein Wasser aufgenommen werden und die Gewächse verdursten. Auch hier hilft eine schützende Laubdecke bei Dauerfrost.

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Ziergräser werden ebenfalls nicht im Herbst geschnitten, da Blätter und Blütenstände einen zusätzlich Schutz vor Frost bieten. Die langen Halme und ausladenden Pflanzenteile werden mit einem breiten Band zusammengebunden. Das Regenwasser läuft so außen an der Pflanzen ab und kann im Boden versickern.

Beete

Das Umgraben der Beete kann im Frühjahr erfolgen und ist im Herbst nicht nötig. Nur abgestorbenes und verwelktes Grün wird zurückgeschnitten oder entfernt. Die Knollen für frühblühende Gewächse wie Krokusse, Tulpen oder Schneeglöckchen werden vor der Frostperiode eingesetzt.

© hcast / Fotolia.com
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Das bei der Rasenpflege gesammelte Laub kann zum Abdecken der verbliebenen Pflanzen verwendet werden. So einfach werden die Erde mit Nährstoffen angereichert und Ihre Beete im Garten winterfest.

gardena-astschere-700-bBäume und Sträucher

Spätestens im Oktober sollten Bäume und Sträucher beschnitten werden. So haben Sie im Frühjahr mehr Kraft für den Austrieb was zu einem besseren Wachstum der jungen Triebe führt. Bei Bäumen werden alle abgestorbenen, kranken und sich überschneidende Äste möglichst nahe am Baumstamm entfernt.

Sehr lang gewordene Äste können direkt über einem jungen Trieb abgeschnitten werden. Hecken werden dünner und kleiner geschnitten. Die Schnittabfälle lassen sich kleinschneiden, häckseln und als isolierende Schutzschicht für empfindliche Pflanzen nutzen.

Frostrisse bei jungen Bäumen und Laubbäumen bilden sich, wenn die Baumrinde durch das Sonnenlicht auf der einen Seite erwärmt wird, während die restliche Rinde starr bleibt. Dahingehend winterfest wird der Baum durch das Auftragen einer pflanzenverträglichen, weißen Farbe auf die Rinde. gardena-premium-getriebe-heckensschere-650Durch den hellen Farbton werden die Sonnenstrahlen reflektiert und eine zu starke Erwärmung der Rinde wird verhindert. Auch das Umbinden mit einer Matte aus Bambus oder Jute schützt den Baum vor diesen Schäden.

Der Teich im Garten muss ebenso winterfest gemacht werden

Damit der Teich nicht mit Laub vollgeweht wird, kann im Spätherbst etwa 1 m über der Wasseroberfläche ein engmaschiges Netz gespannt werden. Für die Vorbereitung auf den Winter wird der Teich von abgestorbenen Blättern und Verschmutzungen an der Oberfläche befreit. Teichblumen, Schilfe oder Teichgräser, die nicht winterfest sind, werden in das Winterquartier gebracht und lagern dort in einem wassergefüllten Kübel oder Aquarium. Stark wuchernde Sumpf- und Röhrichtpflanzen können ausgelichtet werden. Vorhandene Unterwasserpumpen werden aus dem Teich genommen, gründlich gereinigt und in einem Gefäß mit sauberem Wasser gelagert.

© pure-life-pictures / Fotolia.com
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Zum Schutz der im Teich überwinternden Fische und Froschlurche darf die Wasseroberfläche nicht komplett zufrieren. Dafür wird ein Eisfreihalter über der tiefsten Stelle fixiert. Ein Styroporring mit passendem Deckel eignet sich hervorragend dafür. So können auch die in den Wintermonaten entstehenden Faulgase entweichen.

Wasserleitungen und Außengefäße

entleerungsventil-gebogener-auslauf-messing-65-mmIn der kalten Jahreszeit kann es im Extremfall passieren, dass das vorhandene Wasser in den Leitungen und Gefäßen gefriert und es beispielsweise zum Platzen der außenliegenden Wasserleitungen kommt. Damit das nicht passiert, sind ein paar einfache Maßnahmen zu ergreifen um auch die Leitungen winterfest zu machen. Vor dem ersten Frost wird das Wasser abgestellt. Alle unbenutzten Zuleitungen, Wasserbehälter, Brunnen, Ziergefäße und Gartenschlauch werden vollständig entleert. Das Entleerungsventil bleibt anschließend geöffnet. Soweit möglich sollten Armaturen, Pumpen und Filter demontiert werden.

Gartengeräte und Gartenmöbel

Gartenwerkzeug und -geräte, wie ein Gardena Rasenmäher, Vertikutierer, Teichpumpe etc. sollten den Winter über geschützt in Garage oder Keller lagern. Vorher werden sie gründlich gereinigt und gewartet. Das gleiche gilt auch für die Gartenmöbel.

Wenn Sie Ihren Garten so winterfest machen, kann der Frühling kommen

Ein wenig Gartenarbeit macht sich bezahlt – die Rasenpflege im Herbst wie das Vertikutieren des Rasens, Vorbereiten der Stauden und Schützen anderer Pflanzen, das Einlagern der Gartenwerkzeuge und Gartenmöbel. Wenn Sie im Herbst ein wenig Zeit investieren und Ihren Garten winterfest machen, werden Sie im Frühjahr mit blühenden und gesunden Pflanzen belohnt.