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Gartenarbeit im Winter

« Was gerade in der vegetationsarmen Zeit zu tun ist »

Der Winter ist da und Weihnachten naht mit riesigen Schritten. Endlich ist die Zeit gekommen, die Arbeiten im Freien einzustellen und sich der besinnlichen Zeit mit Familie und Freunden zu widmen. Oder etwa doch nicht? Es ist offensichtlich, dass die Vegetation eine Pause einlegt und das Leben der Tiere und Pflanzen für einige Monate innezuhalten scheint. Doch dass damit auch der Hobbygärtner von jeglicher Gartenarbeit befreit ist, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Denn rund um den heimischen Garten lässt sich einige Gartenarbeit im Winter besonders gut erledigen, oder sollte zumindest zu Winterbeginn nahezu notwendigerweise umgesetzt werden.

Wintervorbereitungen für Pflanzen, Bauten und Geräte

Naheliegende Gartenarbeit im Winter ist sicherlich die Wintervorbereitung bzw. das winterfest machen. Denn ganz gleich, ob Pflanze, Gartenhäuschen oder technische Einrichtung, der Winter beansprucht alles im Garten mit ganz eigenen, im Rest des Jahres eher zu vernachlässigenden Anforderungen.

Der Garten braucht auch im Winter viel Pflege
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Einpacken und Abdecken von Pflanzen

Jeder Hobbygärtner hat in der Regel einen recht genauen Überblick drüber, welche Sträucher, Bäume und sonstigen Gewächse auf der eigenen Parzelle gedeihen. Weit weniger häufig ist dagegen bekannt, welche Pflanzen denn tatsächlich winterhart sind und wo vorbereitende Arbeiten, wie etwa das Entfernen abgestorbener Triebe, das Aufbinden des Pflanzenschopfes als Frostschutz oder auch das Abdecken mit Reisig oder Stroh sinnvoll bis unabdingbar sind.

Pflanzen abdecken
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Neben der nahezu in Schwarz-Weiß-Manier erfolgenden Unterteilung in frostfest und nicht winterhart sollte man auch bedenken, dass eine Vielzahl der allgemein als winterhart bezeichneten Pflanzen dennoch eine Frostgrenze besitzen und somit in Abhängigkeit von Lage und Witterung unter Umständen eine gewisse Schutzbedürftigkeit aufweisen können.

Gebäude und Bauteile winterfest machen

Sind die Pflanzen versorgt, sollte das Augenmerk weiterwandern, hin zu den sonstigen Dingen, die in vielen Gärten eben zu finden sind. Auch ein wetterfestes Gartenhaus kann vor dem Winter den einen oder anderen Handgriff erfordern. Die Regentonne ist zu leeren, um Frostschäden zu vermeiden. Die Regenrinne sollte von Laub gesäubert werden, um Niederschläge zuverlässig abzuleiten. Und auch der gemauerte Grill möchte gerne einmal von restlicher Asche beräumt und gesäubert werden.

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Technische Einrichtungen auf die Frostperiode vorbereiten

Meist unsichtbar oder zumindest wenig ins Auge springend sind technische Einrichtungen, wie Umwälzpumpen eines Gartenteichs, oder Bewässerungssysteme für Beete und Pflanzkübel verbaut. Gerade technische Geräte sollten aber vor dem Winter kontrolliert und eventuell auf den anstehenden Frost vorbereitet werden. Das bedeutet, wasserführende Teile sollten geleert werden, bewegliche Komponenten lassen sich mit etwas Schmiermittel auf über die Phase des winterlichen Stillstands vor dem Festsetzen bewahren. Besonders elektrische und elektronische Bauteile neigen zu einer erhöhten Anfälligkeit für Feuchteschäden, lassen sich bei gartentauglichen Geräten aber meist recht gut entfernen und einlagern oder wasserfest einpacken.

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Rodung und Rückschnitt

Sind die erforderlichen Wintervorbereitungen erst einmal abgeschlossen, lässt sich die kalte Jahreszeit aber auch für weiterführende Tätigkeiten im eigenen Grünbereich nutzen. Denn obwohl das Neuorganisierung und Anpflanzen im Winterhalbjahr meist nicht möglich ist, sollte gerade jetzt die Vorleistung für spätere Veränderungen oder Neubelebungen erfolgen. Und auch formgebende, verjüngende oder schlicht begrenzende Schnittarbeiten an Büschen und Bäumen sollten außerhalb der Vegetationszeit im Winterhalbjahr vorgenommen werden.

Sträucher zurückschneiden
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Schnittmaßnahmen an Bäumen und Sträuchern

Nicht jedes Gehölz sollte idealerweise im Herbst bzw. zu Winterbeginn geschnitten werden. Die Mehrzahl an Bäumen und Sträuchern lässt sich zu dieser Zeit jedoch sehr gut in Form bringen, in der aktuell keine Triebe entstehen und auch die wasserführenden Adern in der Bastschicht nur reduziert aktiv sind. So werden unverzügliche Ersatztriebbildungen durch die Pflanzen reduziert und Schädigungen durch die Schnittverletzungen verringert. Dabei ist es erst einmal unerheblich, ob der Schnitt zur Formgebung, zur Größenbegrenzung oder zur Entfernung alter oder geschädigter Zweige erfolgt.

Rückschnitt von Hecken, Bäumen und Sträuchern
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Gehölze fällen und Gartenbereiche roden

Wer einen Baum nicht zur zurückschneiden, sondern gleich gänzlich entfernen möchte, sollte dies ebenfalls in der Winterzeit erledigen. Zunächst einmal dürfen Bäume allgemein aus artenschutzrechtlichen Gründen zur Schonung eventuell brütender Vögel nur im Zeitraum von November bis Februar gefällt werden. Aber auch rein praktisch betrachtet spricht einiges dafür, gerade in der Kaltperiode Fällarbeiten durchzuführen. Das bereits abgefallene Laub reduziert die zu entsorgende Biomasse erheblich. Weiterhin sind die einzelnen Äste besser erreichbar, so dass das Fällen und Zerlegen recht gut von statten geht. Darüber hinaus sind aber auch die jetzt nur gering aktiven Leitungsbahnen des Holzes von Vorteil. So nässt das Holz beim Fällvorgang weit weniger, was sich wiederum auf die Haltbarkeit von Motorsägeketten, aber auch auf das Gewicht des Holzes an sich auswirkt. Zuletzt gelingt die Arbeit auf gefrorenem Boden leichter und sauberer und die im Herbst meist obligatorische Schlammschlacht kann vermieden werden.

Gehölze fällen
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Soll nicht nur ein Baum, sondern ein ganzer Gartenbereich beräumt werden, kann auch diese Gartenarbeit im Winter sauber und einfach erfolgen. Auch hier punktet die weit geringere Biomasse. Außerdem kann ein gerodeter Gartenbereich umgegraben werden, so dass eventuell vorhandene Unkrauttriebe dem Frost ausgesetzt sind und absterben. So gelingt Unkrautvernichtung völlig ohne Pestizide.

Baumaßnahmen

Nicht jedes Jahr stehen Baumaßnahmen im eigenen Garten an. Aber sollte einmal über eine bauliche Veränderung nachgedacht werden, können diese Arbeiten ebenfalls sehr gut im Winterhalbjahr umgesetzt werden. Zwar lassen sich beispielsweise Fundamente nicht im gefrorenen Boden erstellen, aber viele andere Tätigkeiten werden durch die sauberere Arbeitsumgebung auf dem harten Boden begünstigt. Und auch spätere Anpflanzungen können nach anschließend an die winterliche Baumaßnahme gut im folgenden Frühjahr anwachsen und gedeihen.

Warum auch in der kalten Jahreszeit im Garten genug Gartenarbeit wartet

Wie man sieht, steht einiges an Gartenarbeit im Winter an. Zwar fällt das permanente Gießen, Pflegen, Jäten und Ernten weg, dafür sollte die Zeit genutzt werden, um alle lieb gewonnenen Pflanzen gut über den Winter zu bringen und darüber hinaus auch für das folgende Jahr die Weichen zu stellen.