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Rasenpflege im Frühjahr

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Wenn der Frühling kommt, ist es Zeit, der Grünfläche ein wenig Rasenpflege angedeihen zu lassen. Während des Winters setzt dem Gras vieles zu, und wenn die Schäden im Frühjahr nicht behoben werden, wächst es auch bis zum Sommer hin nur wenig und spärlich. Welche Maßnahmen richtig sind, worauf Sie achten sollten, und wann der richtige Zeitpunkt für einzelne Maßnahmen ist, haben wir in diesem Beitrag einmal zusammengestellt.

Winterschäden im Garten

Über den Winter muss der Rasen einiges erdulden. Die Gräser fahren ihren Stoffwechsel im Winter stark herunter, was dazu führt, dass viele ältere Blätter absterben und kaum mehr Zuwachs entsteht. Die Schneelast tut ihr Übriges, um den Rasen zu schädigen. Beides erkennt man an den braunen bis grauen Stellen, die man an der Rasennarbe oft gut sehen kann. Dazu kommen noch einige Winterkrankheiten, die der Rasen haben kann. Die am häufigsten auftretende sind der sogenannte Schneeschimmel und die Typhula-Fäule.

Schneeschimmel
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Schneeschimmel kann auch in schneearmen Wintern auftreten – ungeachtet des Namens. Erkennbar ist der Schneeschimmel durch schmierige Flecken von grauer Farbe im Rasen.

Beim Schneeschimmel handelt es sich um eine Pilzkrankheit, bei der Typhula-Fäule mit ihren typischen grau-braunen Flecken kommt es noch zu orangefarbenen Auswüchsen an einzelnen Halmen.

Die sorgfältige Rasenpflege im Frühjahr kann beide Arten von Winterschäden beheben, auch andere Rasenschäden wie Hexenringe und Dollar-Fäule verschwinden durch die Maßnahmen, wenn die Rasenpflege richtig ausgeführt wird.

Die wichtigsten Rasenpflege-Maßnahmen im Frühling

Für die Rasenpflege sind im Frühjahr vor allem wichtig:

  • Vertikutieren
  • Düngen
  • Rasenschnitt

Für alle Maßnahmen gibt es dabei im Frühjahr einiges zu beachten, außerdem sollte für jede Maßnahme der richtige Zeitpunkt und das richtige Gartenwerkzeug von Markenherstellern (etwa Gardena) gewählt werden. Für mehr Übersicht werden die einzelnen Maßnahmen hier getrennt besprochen.

Vertikutieren

GARDENA combisystem Schneidrechen Breite 350 mmImmer wieder taucht die Frage auf, ob man tatsächlich in jedem Frühjahr den Garten vertikutieren sollte.

Die grundsätzliche Antwort darauf lautet in fast allen Fällen: Ja, denn dadurch wird der „Rasenfilz“ entfernt, und der Pflanzenteppich kann deutlich besser atmen. Verzichten kann man auf das Vertikutieren nur, wenn der Rasenfilz deutlich weniger als 5 mm hoch ist.

Allerdings sollte man das Vertikutieren nicht zu früh durchführen – in diesem Fall würde man den Rasen eher beschädigen, als ihm tatsächlich zu helfen. Die Bearbeitung mit dem Vertikutierer führt zu einer weiteren Schwächung der vom Winter ohnehin bereits angegriffenen und geschwächten Gräser. Den Wachstumsreiz, den diese Form der Rasenpflege auslöst, können Gräser erst verkraften, wenn sie sich ein wenig erholt haben. Das ist in der Regel etwa 10 – 14 Tage nach der ersten Düngung im Frühling der Fall.

Wichtig bei jeder Art von Rasenpflege ist vor allem, die richtigen Gartengeräte für die Gartenarbeit zu verwenden.

Greifen Sie am besten zu Gartengeräten von Gardena oder vergleichbaren Herstellern – eine mindere Qualität wird dazu führen, dass der Rasen „zu scharf“ bearbeitet wird, und dadurch Schaden nimmt. Das Vertikutiergut müssen Sie natürlich immer sorgsam entfernen, sie können es zum Beispiel problemlos kompostieren.

Frühjahrsdüngung

Der über den Winter fahl gewordene Rasen sollte möglichst schnell wieder zum Ergrünen gebracht werden. Damit er für sein Wiederergrünen genügend Nährstoffe zur Verfügung hat, ist eine Düngung bei der Rasenpflege im Frühjahr unerlässlich. Stimuliert wird das Rasenwachstum zwar hauptsächlich durch Sonneneinfluss und die höheren Temperaturen – die Nährstoffe, die das Gras dann aufnimmt, müssen aber im Garten vorhanden sein.

Fruehjahrsduengung
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Wann das Rasenwachstum beginnt, und daher eine Düngung notwendig und sinnvoll ist, kann man anhand der sogenannten Tages-Temperatursumme herausfinden. Man beginnt am 1. Januar dafür Tagemittelwerte zu addieren, und wartet den Zeitpunkt ab, an dem die Summe einen Wert von 150 °C überschreitet. In der Regel ist das zwischen Februar und März der Fall, je nach klimatischen Bedingungen in der Region und Temperaturschwankungen kann das aber auch etwas früher oder später der Fall sein. Dann kann man mit der Gartenarbeit beginnen.

Rasen duengen
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Gedüngt werden sollte immer mit einem möglichst stickstoffbetonten Rasendünger. Die passenden Produkte werden im Frühling und Sommer meist in großer Menge angeboten. Die Intensität beim Düngen sollte etwa 30 g pro Quadratmeter Bodenfläche betragen. Um den Dünger passend auszubringen, kann man entsprechende Gartengeräte verwenden. Das hilft, den Dünger gleichmäßiger zu verteilen und die erforderliche Düngermenge an allen Stellen zu erreichen. Der zweite wesentliche Schritt der Rasenpflege im Frühjahr ist getan.

Frühjahrsschnitt

Nach dem Winter haben die Gräser einen Schnitt nicht direkt nötig – das erste Mähen dient hier eher der „Säuberung“ der Rasenoberfläche. Sie ist über den Winter meist ungleichmäßig geworden, da einzelne Gräser auch im Winter einen leichten Zuwachs schaffen, und somit länger werden als die übrigen.

Fruehjahrsschnitt
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Genau wie beim Vertikutieren sollte man aber auch beim Schnitt den Pflanzen im Frühling zunächst etwas Zeit lassen, sich zu erholen. Rund eine Woche nach der Düngung kann man mit dem Schnitt beginnen, wenige Tage mehr sind dabei unproblematisch. Als passende Schnitthöhe sollten Sie bei diesem Schnitt mindestens 35 mm einstellen – jedenfalls wenn es sich um den üblichen Gebrauchsrasen handelt.

Zusätzliche sinnvolle Maßnahmen bei der Gartenarbeit

Was bei der Rasenpflege im Frühjahr häufig auch sinnvoll ist, ist die gründliche Bearbeitung des Rasens mit einem Fächerbesen von Gardena. So werden abgestorbene Pflanzenteile schon einmal grob entfernt, und verklebter Rasen wird aufgelockert. Ein Ersatz für das Vertikutieren ist das nicht, es erleichtert ein nachfolgendes Vertikutieren aber.

GARDENA combisystem Rasenrechen Breite 73 cmVerwenden Sie auch hier auf jeden Fall hochwertiges Gartenwerkzeug, am besten von Markenherstellern.

Minderwertige Gartengeräte können immer zu Schäden am Grün führen und erschweren die Rasenpflege unnötig.

Das früher weit verbreitete Garten umgraben ist übrigens gar nicht so gut, wie gemeinhin angenommen wird. Beim Garten umgraben wird der Mikrokosmos des Bodens kräftig durcheinander gebracht – und das erschwert am Ende sogar ein gutes Wachstum in den Gemüsebeeten. Diesen harten Teil der Gartenarbeit kann man also problemlos auslassen.