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Regenwasser im Haushalt effizient nutzen

« Der Intewa Rainmaster Eco »

Angesichts der steigenden Ressourcenknappheit drängt unser Wasserverbrauch immer stärker in den öffentlichen Fokus. Daher gehen Eigenheimbesitzer inzwischen wieder dazu über, Regenwasser zu sammeln und im Haus oder zur Bewässerung des Gartens zu nutzen. Zu diesem Zweck hat die in Aachen ansässige Intewa GmbH den Rainmaster Eco entwickelt. Dem Slogan des Unternehmens zufolge soll es sich dabei um das sparsamste Hauswasserwerk der Welt handeln, was es nun zu überprüfen gilt.

25 Jahre Erfahrung in der Regenwassertechnik

Intewa betätigt sich seit 1993 in der Forschung und Entwicklung von Produkten zur Regenwassernutzung sowie zur Wasseraufbereitung. Dabei wurde der Fokus zu Beginn auf Projekte gerichtet, die mit öffentlichen Geldern finanziert wurden. Ab 2001 investierte das Unternehmen dann zunehmend in den Privatsektor, woraus unter anderem die Rainmaster-Serie hervorging.

INTEWA RM-ECO RAINMASTER ECO DVGW GEPRÜFTSo steigen die Patentanmeldungen der mittelständischen GmbH seit 2008 beständig an, die zuletzt das Bestreben erkennen ließ, Hauswasserwerke zukünftig mit Ökostrom zu betreiben. Als Vorbereitung darauf ist die Entwicklung des selbstreinigenden Wechselsprungfilters Purain zu deuten, der die Energieeffizienz des Rainmaster Eco um 75 % steigerte. Das Unternehmen betrachtet sich daher nicht zu Unrecht als Pionier auf dem Gebiet der Regenwassernutzung und strebt an, den gegenwärtigen Status des Trendsetters langfristig zu erhalten. Dem Rainmaster Eco soll eine Schlüsselrolle in diesen Plänen zufallen.

Effiziente Regenwassernutzung für Haus und Garten

Daher hat Intewa bei der Entwicklung des Hauswasserwerkes großen Wert darauf gelegt, dass es flexibel eingesetzt werden kann. Also wurden die Komponenten des Rainmaster Eco so sorgfältig zusammengestellt, dass das System die Größe eines handelsüblichen Durchlauferhitzers nicht mehr überschreitet. So lassen sich daran quasi alle Verbraucher anschließen, die sich mit Regenwasser speisen lassen können. Der Hersteller erwähnt diesbezüglich allerdings eine Einschränkung: Die Verbraucher sollten nicht oberhalb der 2. Etage verbaut sein, da die verwendete Pumpe aufgrund von Unterdruckverlusten nur bis zu einer Höhe von 9 Metern optimal agieren kann. In seinem Aktionsradius arbeitet der Intewa Rainmaster Eco jedoch absolut zuverlässig und liefert bis zu 10 Liter Regenwasser pro Minute, womit sich folgende Verbraucher problemlos betreiben lassen:

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Das Hauswasserwerk ist darüber hinaus recht nutzerfreundlich gestaltet, sodass sich der jeweilige Betriebszustand intuitiv steuern lässt. Denn schließlich kann sich der Nutzer über die Füllstandanzeige jederzeit über den Zustand der Anlage informieren und gegebenenfalls vom Automatikbetrieb auf manuelle Steuerung wechseln. Von dieser Maßnahme ist allerdings fast ausschließlich zu Wartungszwecken Gebrauch zu machen, da der Intewa Rainmaster Eco auch im Automatikmodus die Norm EN1717, die die strikte Trennung von Trink- und Brauchwasser regelt, vollumfänglich einhält. Damit erfüllt die Anlage alle Anforderungen, um privat als auch gewerblich genutzt zu werden. Schließlich garantieren die verwendeten Membranpumpen für verschleißarmen Betrieb und die sichere Abschirmung zwischen Antrieb und dem geförderten Regenwasser. Dank dieser Vorzüge gilt das Hauswasserwerk inzwischen auch als das bevorzugte Modell der Lebensmittel- und Pharmaindustrie, wo es sowohl im großtechnischem Maßstab als auch für kleinere Aufgaben (etwa als Dosiersystem) eingesetzt wird.

In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie werden Hauswasserwerke für die Dosierung eingesetzt
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Wassersparen dank innovativer Technik

Wer in früheren Zeiten Regenwasser nutzen wollte, um die Wasserkosten zu senken, griff zumeist auf Zisternen zurück. Doch obwohl diese Auffangbehälter durchaus einen nützlichen Dienst an ihrer Umwelt leisteten, ergab sich aus wirtschaftlicher Sicht ein Nullsummenspiel. So erhoben und erheben viele Gemeinden spezielle Gebühren für die Nutzung unterirdischer Wassertanks. Der Betrieb des Intewa Rainmaster Eco ist dagegen ohne Auflagen gestattet und verbraucht zudem seit 2015 durch den Einsatz des Wechselsprungfilters Purain bis zu 75% weniger Energie als vergleichbare Systeme, welche meist eine Leistungsaufnahme von mindestens 900 Watt benötigen. Aufgrund dieser und weiterer Patente kann der Hersteller die Kosten für das Hauswasserwerk vergleichsweise niedrig halten, woraus sich in der Gesamtbilanz ein herausragendes Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt. So hat die Analyse der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. ergeben, dass der Stromverbrauch der deutschen Regenwasseranlagen um fast 100 GWh pro Jahr absinken würde, wenn sie alle mit dem Rainmaster betrieben würden.

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Als zusätzlicher Pluspunkt hat sich die Entscheidung erwiesen, den Intewa Rainmaster Eco mittels einer Membranpumpe anzutreiben, da diese den Geräuschpegel der Anlage um bis zu 50% verringert. Denn schließlich werden üblicherweise mehrstufige Kreiselpumpen eingesetzt, die häufig die Lärmbelästigung von 65 dB(A) überschreiten. Die Werte des Rainmasters liegen deutlich darunter und erreichen durchschnittlich 50 bis 56 dB(A), können im Idealfall aber auch 48 dB(A) erreichen. Somit entspricht seine Immissionsbelastung heute nur noch der eines gewöhnlichen Geschirrspülers.

Weniger ist mehr: Die Einzelkomponenten des Intewa Rainmaster Eco

Angesichts all seiner Vorzüge, ist es doch recht erstaunlich, welch simple Bauweise dem Hauswasserwerk zugrunde liegt. So besteht die Anlage im Wesentlichen aus lediglich vier Hauptelementen, die jedoch sorgfältig zusammengestellt wurden, um die Lebensdauer nachhaltig zu erhöhen:

  • INTEWA STEUERGERÄT-RAINMASTER DMembranpumpe
  • Druckkessel
  • Steuerungseinheit
  • Manometer oder Druckwächter

Der Druckkessel…

…sticht auf Konstruktionszeichnungen sticht der Druckkessel nicht zuletzt deswegen als größtes Bauteil hervor, weil ihm eine Doppelfunktion übertragen wurde: So nimmt er selbstverständlich das von der Membranpumpe geförderte Regenwasser auf, um es bei Bedarf zur Bewässerung wieder freizugeben. Dafür ist aber lediglich eine Hälfte des Kessels vorgesehen, während die zweite zum Druckausgleich mit Sauerstoff bzw. Stickstoff gefüllt ist. Zwischen den beiden Hälften befindet sich eine elastische Membran, deren Aufgabe ausschließlich darin besteht, die Druckverhältnisse im Kessel im Gleichgewicht zu halten.

Die Membranpumpe…

…darf sich wiederum als das Herzstück der Anlage fühlen. Sie besteht im Wesentlichen aus einer elastischen Membran, an deren Ende sich das Einlassventil befindet. Vom Einschaltaugenblick an wird sie mechanisch bewegt und nimmt das Wasser im Abwärtshub auf, um es in der Aufwärtsbewegung aus dem Pumpenkopf in den Kessel zu pumpen.

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Der Druckwächter…

…kommt an genau diesem Punkt ins Spiel: Sobald sich Wasser im Kessel sammelt, weitet sich die Membran druckbedingt in Richtung der mit Gas gefüllten Kammer aus, in welcher sich die Messinstrumente befinden, die den Kesseldruck registrieren und über die Füllstandsanzeige dokumentieren. Seine Aufgabe geht allerdings weit über die bloße Wiedergabe des Kesselinhaltes hinaus, da das Hauswasserwerk nur bis zu einem Druck von 4 bar belastet werden darf. Daher schaltet der Druckwächter die Anlage bei Erreichen eines voreingestellten Wertes automatisch ab und schaltet sie wieder zu, sobald er unter 1,5 bar absinkt. Der ausgeklügelte Mechanismus des Druckwächters steuert die Anlage vollautomatisch und bedarf im normalen Hausbetrieb keinerlei Eingriffe des Nutzers. Diese Funktion ist eher für gewerbliche Nutzung integriert worden, da dort stark voneinander abweichende Druckverhältnisse gefordert sind. So lassen sich die Minimal- und Maximalwerte am Druckwächter auf manuellem Wege exakt für verschiedenste Bedürfnisse justieren.

Der Wasserdruck sollte stehts beachtet werden
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Gesamteindruck des Intewa Rainmaster Eco: Gut bis sehr gut

Dass es sich bei dem Produkt um das sparsamste Hauswasserwerk der Welt handelt, wie vom Hersteller propagiert, darf bezweifelt werden. Denn von derart effizienter Technologie werden grundsätzlich nur Prototypen angefertigt, welche dann fast ausschließlich von Universitäten zu Forschungszwecken eingesetzt werden. Auf dem freien Markt braucht der Rainmaster allerdings keinen Vergleich zu scheuen: Er überzeugt durch seinen niedrigen Leistungsbedarf, arbeitet außergewöhnlich leise und wartet mit einer Vielzahl von innovativen Bauteilen und Funktionen auf. Zudem ist uns an ihm keine wirkliche Schwachstelle aufgefallen, was bei technischen Geräten äußerst selten vorkommt. So kann man Intewa abschließend nur zu einem gelungenen Produkt gratulieren, dass dessen Ruf als Ideenschmiede vollauf bestätigt.