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Richtig tapezieren ist nicht schwer 

« Anleitung und Tipps zum Selbermachen »

Vorbei sind die Zeiten, als die Wände nur weiß gestrichen wurden. Moderne Wohnungen und Häuser sind farbenfroh und kreativ bemustert. Damit Ihr Zuhause rundum wohnlich wird, gilt es, richtig zu tapezieren. Die Tapete an die Wand zu bringen ist gar nicht mal so schwierig und lässt sich mit ein paar Tipps gut umsetzen.

Welches Tapezierwerkzeug wird benötigt?

Um fachgerecht und richtig tapezieren zu können, ist es sinnvoll, bestimmtes Tapezierwerkzeug und Hilfsmitteln anzuschaffen. Grundsätzlich ist ein Tapeziertisch erforderlich. Zum blasenfreien Andrücken der Tapete an der Wand benötigen Sie eine weiche Bürste, einen sogenannten Tapezierwischer. Hier gibt es spezielle Tapezierbürsten, mit denen man auch gut in die Ecken gelangt.

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Ein Tapetenmesser zum geraden Abtrennen und eine Schere für Aussparungen und die Sockelkante sollten Sie sich ebenfalls bereitlegen. Wichtig ist, dass die Klinge nicht zu klein ist. Maßband und Zollstock sowie Bleistifte sind weitere unentbehrliche Dinge zum Abmessen an der Wand sowie für den Zuschnitt der Wandverkleidung. Hilfreich ist es, den Arbeitsbereich mit einer Plastikplane abzudecken. Für das Auftragen des Tapetenleims bieten sich Malerwerkzeug wie eine Leimbürste sowie verschiedene Pinsel an. Weitere Dinge sind der Schwamm und ein sogenannter Nahtroller.

Beim Tapezieren kann es sein, dass Sie – insbesondere in höheren Räumen – auch mal hoch hinaus müssen. Für diese Zwecke sollten Sie auf jeden Fall eine Alu-Stehleiter bereithalten.

Weiteres unerlässliches Zubehör, um richtig zu tapezieren

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  • Pott zum Anrühren
  • Spachtel
  • Schraubenzieher
  • Zangen
  • Müllsäcke

Um richtig tapezieren zu können, sollten Sie mit transportablen Arbeitsleuchten für gute Lichtverhältnisse sorgen. Möchten Sie darüber hinaus die Decke tapezieren, dann empfiehlt es sich, die Arbeit zu zweit durchzuführen.

Welche Materialien sind notwendig?

Neben der Tapete ist selbstverständlich ein Tapetenkleister erforderlich. Für diesen brauchen Sie zum Anrühren einen Eimer sowie einen Rührstock. Bei Wänden, an denen die Wandverkleidung nicht so gut mit Tapetenkleister haftet, wird vorher eine Makulatur zum Aufstreichen benötigt. Diese schließt Poren und bildet die Grundlage für einen guten Tapetenhaftgrund. Sich in der Wand befindliche Nägel sind vorher mit der Zange zu entfernen und Lichtschalter sowie Steckdosenabdeckungen mit einem Schraubendreher bzw. Schraubenzieher zu lösen.

Wichtiger Sicherheitshinweis: Denken Sie daran, die Sicherungen zu entfernen, bevor Sie sich an die Arbeit machen. So können Sie lebensgefährliche Situationen von vornherein ausschließen.

Richtiges Tapezieren beginnt mit der Vorbereitung des entsprechenden Raumes

Es muss ein Aufmaß im jeweiligen Raum genommen werden und die passende Menge Tapeten und Tapetenkleber eingekauft werden. Dann ist der Tapetenkleister meist viele Stunden vorher anzurühren. Der Raum selbst sollte nach Möglichkeit leer geräumt sein. Ist das nicht möglich, dann alles erst auf eine Seite räumen und später wird auf die andere Seite umgestellt. Teppichböden sind zu entfernen oder mit Folien abzudecken, damit der Kleister keine hässlichen Flecken hinterlässt. Von Wänden und Decken sollten Sie auf jeden Fall Abdeckplatten der Schalter und Steckdosen, Gardinenstangen, Bildern, Haken und der Wandbeleuchtung entfernen.

Zuerst muss eine passende Tapete ausgewählt werden
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Die Vorbereitung einfach erklärt

Bei den Tapeten ist darauf zu achten, wie das Muster verläuft. Dies ist entsprechend beim Zuschnitt mit passendem Tapezierwerkzeug zu berücksichtigen. Werden Sie sich im Klaren, wo Sie im Raum beginnen. Meist wird der Wandbelag heutzutage auf Stoß zusammengefügt. Bei Überlappungen ist auf alle Fälle vom dunklen Bereich oder Türbereich zum Fenster hin zu arbeiten. Dadurch sind die Überlappungen nicht sichtbar, wenn man den Raum betritt. Generell sagt man, mit dem Tapezieren an der unauffälligsten Ecke zu beginnen. Das kann hinter Türen oder in Nischen sein.

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Das Ankleben der Tapete an Wand oder Decke ist nicht so kompliziert

Wenn die Wände und Decken sauber sind, sollten der Tapetenleim und die Tapete gut haften. Schmutzige und fettige Wände wie in Küchen sind vorher zu reinigen. Alle Löcher und Risse müssen verspachtelt werden. Für größere Risse gibt es sogenannte Gewebebänder, die nicht auftragen. Sie verhindern nachträgliches Reißen der Wandverkleidung an diesen Stellen. Wurden die Wände vorher gestrichen, so ist unbedingt vor dem Tapezieren eine Makulatur zu streichen. Alte Decken- oder Wandbedeckung muss restlos entfernt werden. Nur so hält die neue perfekt an Wand und Decke.

Der Kleister muss richtig verteilt werden, damit die Tapete einen starken Halt bekommt
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Tapeten rings um Fenster und Türen anbringen

Rings um Fenster oder in Nischen ist es nicht immer so einfach, die Muster korrekt zu kleben. Manchmal ist das nicht weiter problematisch, wenn sowieso Gardinen diesen Bereich später abdecken. Ansonsten ist dieser Bereich schon eine kleine Herausforderung. Ein genauer Zuschnitt mit einer großen Schere ist oftmals ebenso erforderlich wie genaue Maßarbeit.

Ecken und Nischen richtig tapezieren

Beim Tapezieren der Ecken und Nischen ist ebenfalls Zeit einzuplanen. Vom Ende der letzten Bahn vor der Ecke oder Nische ist das Maß zu bestimmen und 1 cm zuzugeben. Diese Arbeit ist Erfahrungssache und bei etwas Übung geht das auch schnell von der Hand. Das Anpassen des Musters ist nicht immer einfach. Wichtig ist, dass alle Tapetenbahnen lotrecht geklebt sind. Ansonsten entstehen bei ausgeprägten Musterungen unangenehme Versetzungen.

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Um ungerade Ecken können Sie außerdem nicht einfach herumkleben, denn dadurch wird die Kante der darauffolgenden Bahn ebenfalls ungerade. Kleben Sie die Tapete in dieser Situation bis zur Ecke. Dort lassen Sie sie überstehen und schneiden das überstehende Stück mit einem Messer ab und zwar genau an der Kante entlang. Die nächste Bahn wird auf der anderen Seite einer Ecke an einer ausgeloteten Linie angesetzt. Auch sie muss überstehen. Und auch hier muss der Überhang entfernt werden. Die beiden zusammenlaufenden Stücke werden danach bei Bedarf sachte mit den Fingern zusammengedrückt.

Tapete an der Decke anbringen – eine kleine Herausforderung

Die Decke richtig zu tapezieren kann sich als komplexe Angelegenheit erweisen. Hier ist es nur zu empfehlen, die Arbeit zu zweit vorzunehmen. Eine Person setzt die Bahn an, während die andere die restliche Wandbekleidung hochhält und zwar solange, bis die Bahn vollständig angedrückt ist. Markieren können Sie die Bahnlinie mit einem Schnurschlag, um eine gerade Lotlinie zu erhalten. Beim Verlegen sollte ein Verschnitt von 5 cm eingeplant werden. Die Bahnen sollten in Fensterrichtung verlaufen, damit das Licht an den Kanten keine Schatten wirft.

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Denken Sie daran: Möchten Sie einen Raum richtig tapezieren, in dem die Decke aus Raufaser besteht, dann sollten Sie die neue Tapete zuerst an der Decke anbringen und sich erst danach mit der Wandarbeit beschäftigen.

Dem Zimmer eine neue Gestalt verleihen – Sie sind gefragt

Sie haben hier nun ein paar grundlegende Tipps erfahren, die Sie beachten sollten, wenn Sie richtig tapezieren möchten. Nun liegt es an Ihnen. Wählen Sie Tapeten mit Ihren liebsten Farben und Mustern aus und machen Sie sich an die Arbeit. Sind Sie noch etwas unsicher beim genauen Vorgehen, ist es keine Schande, einen Freund um Hilfe zu fragen. Zwei Personen sind oftmals ohnehin vorteilhafter.