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Spanplatten verbinden

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Mittlerweile haben Spanplatten in vielen Bereichen andere Produkte ersetzt. So werden diese gepressten Holzplatten für Möbel, Innenraum-Trennwände, Verkleidungen und im Transport eingesetzt. Damit es gut gelingt, Spanplatten zu verbinden bzw. zu verschrauben, bedarf es hochwertiger Befestigungen – etwa von Fischer

Spanplatten verbinden und einsetzen: Was ist zu beachten?

Erhältlich sind die Holzplatten in den unterschiedlichsten Ausführungen. So sind Varianten mit Melamin- oder HPL-Beschichtung an den Außenseiten verfügbar. Ebenso können die Platten im Inneren unterschiedlich beschaffen sein. Der Aufbau beeinflusst insgesamt ihre Festigkeit. Dies ist besonders in den Randzonen von Bedeutung. So gibt es Platten, die durchweg das gleiche Gefüge aufweisen, sowie auch solche, die in den Randzonen dichter gepresst sind. Eine Sonderstellung nehmen sogenannte Recyclingspanplatten ein. In diesen sind neben Holz auch durchaus Bestandteile aus Tetrapaks oder anderen geschredderten Verpackungsmaterialien zu finden. Letztgenannte sind wesentlich schwerer als die Ausführungen aus Holz. Entscheidend für den guten Halt einer solchen Spanplatte ist das Bindemittel. Dieses besteht in der Regel aus Kunstharz oder Gießharz. Durch den hohen Druck beim Pressen unter Wärmeeinwirkung verbindet sich die Tafel und ist somit als Baumaterial nutzbar.

Nägel für eine Spanplatte
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So funktioniert die Verschraubung

Nachdem Sie sich im Klaren sind, an welcher Position Sie zwei Spanplatten verbinden werden, ist es von Vorteil die jeweilige Position anzuzeichnen. Dazu ist ein Bleistift oder jeder andere Stift gut geeignet. Dort wo der Schraubenkopf später sitzt, sollte die Holzplatte auf alle Fälle mit einen 0,5 bis 1,0 mm kleineren Bohrer vorgebohrt werden. Dies erleichtert das Verschrauben und garantiert hervorragende Befestigungen. Soll der Kopf nicht sichtbar sein, dann ist das Bohrloch noch etwas einzusenken. Zum Bohren sind die selbstzentrierenden Holzbohrer am besten geeignet. Diese besitzen eine kleine Zentrierspitze, welche sich perfekt im vorgebohrten Loch ansetzen lässt. Der Schaft dieser Bohrer ist meist zylindrisch ausgeführt und somit zum Einspannen in einem Bohrfutter geeignet. Besonders bei einer stumpfen Eckverbindung ist das Vorbohren unbedingt erforderlich. Somit vermeiden Sie an der Randzone ein Ausbrechen des Materials.

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 Achten Sie ebenfalls darauf, nicht mit in die zweite Spanplatte zu bohren. Dies würde den Zusammenhalt der so hergestellten Befestigungen schwächen. Die Holzbohrer sollten immer mit der Bohrmaschine oder den Akkuschrauber verwendet werden und über ein Spannfutter befestigt werden. Es gibt nämlich auch sogenannte Bohrerbits. Das ist allerdings eine weniger gute Idee, denn nach der Herstellung der Bohrung bleiben diese gerne im Material stecken. Diese Variante wird beworben, weil nur ein Handgriff erforderlich ist, um vom Bohrbit zum Schraubbit zu wechseln. Im Endeffekt kann es allerdings doch länger dauern, wenn man den Bohrer nicht gleich herausbekommt. Anschließend an die Herstellung der Bohrung wird ein sogenannter Ausreiber eingesetzt, um eine trichterförmige Vertiefung für den Schraubenkopf herzustellen. Ebenso ist wie erwähnt ein normaler Senker einsetzbar. Somit ist der Schraubenkopf perfekt im Material versenkt und kann nicht andere Flächen zerkratzen. Anschließend wird die Schraube eingesetzt und so angezogen, dass die beiden Platten sich bündig verbinden. Achten Sie darauf, dass die Spanplattenschrauben beim Verschrauben nicht zu fest angezogen werden. Zu locker dürfen diese allerdings auch nicht verbunden sein, da ein Spiel zwischen den Platten mit der Zeit ein Lösen der Verbindung bewirken würde. Somit ist die Überlastkupplung beim Akkuschrauber genau einzustellen. Mit ein wenig Übung hat man den richtigen Anzug ermittelt und beschädigt nicht die Schraubengänge beim Spanplatten verbinden.

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Die Fischer Spanplattenschrauben Power-Fast

Die Spanplattenschrauben Power-Fast von Fischer sind universell einsetzbar. Verwendbar sind die Schrauben in Nadelhölzern, Laubhölzern sowie natürlich, um Spanplatten zu verbinden. Verschiedenste Kopf-, Antriebs-, Beschichtungs- und Materialvarianten sind lieferbar. Durch die Europäische Technische Bewertung wird ein zusätzliches Sicherheitsplus garantiert. Die spezielle Gewindeform und eine Gleitbeschichtung ermöglichen ein Einschrauben ohne Vorbohren. Gewindeform und Beschichtung sorgen somit für eine akkuschonende Montage. Die Kopfgeometrie ist optimiert und mit unterschiedlichen Antriebsvarianten ausgestattet. Anwendungsgebiete sind die Befestigung von Holzelementen, Beplankungen, Sockelleisten, die Befestigung von Tür- und Möbelbeschlägen sowie die Verschraubung von Platten miteinander oder auf Holzuntergründen. Als Materialien für diese Schrauben werden Edelstahl A2 und A4 sowie Stahl verwendet. Die Beschichtungen galvanisch verzinkt blau und gelb sind möglich. Beim Durchmesser haben Sie die Wahl im Bereich von 2 mm bis 8 mm und die Längen gibt es von 10 mm bis zu 300 mm.

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Einsatz der Power-Fast Spanplattenschrauben mit Dübeln

Neben der Anwendung direkt im Holz ist es natürlich auch problemlos möglich, die Fischer Spanplattenschrauben in Kombination mit Dübeln einzusetzen. Auch hierbei lassen sich hervorragende Verbindungen herstellen. Fischer bietet eine Vielzahl an Dübeln für diesen Einsatzzweck an. Speziell für den privaten Nutzer erspart dieses Sortiment eine umfangreiche Lagerhalterung unterschiedlicher Schrauben, denn die Power-Fast ist eigentlich im ganzen Haus gut einsetzbar.

Spanplatten verbinden einfach gemacht

Es ist kein Problem, Spanplatten zu verschrauben, wenn die richtigen Hilfsmittel zur Hand sind. Mit Schrauben und Dübel von Fischer gelingt die Verbindung problemlos. Dann noch den passenden Bohrer parat und schon kann es losgehen. Achten Sie vor allem darauf, die Bohrungen richtig anzusetzen und machen Sie sich vor entsprechenden Arbeitsschritten ausreichend Gedanken darüber, wo das Bohrloch gesetzt werden sollte.