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Terrasse pflastern

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Es ist durchaus möglich, eigens eine Terrasse zu pflastern. Ein paar Dinge gilt es jedoch zu beachten. Wie gehen Sie genau vor? Mit welchen Materialien und Werkzeugen arbeiten Sie am besten? Diese Fragen beantworten wir hier.

Grundvoraussetzungen und eingesetzte Materialien

Wenn Sie selbstständig Ihre Terrasse pflastern möchten, dann müssen Sie zunächst als absolute Grundvoraussetzung einen tragfähigen und frostsicheren Untergrund schaffen. Dabei ist eventuell ein leichtes Gefälle einzuplanen.

Als Bodenbeläge kommen im Wesentlichen vier Varianten infrage:

  • Terrassenfliesen
  • Terrassenplatten
  • Terrassendielen
  • Verbundpflaster

Jede dieser Varianten hat beim Verlegen seine Tücken. Wir fokussieren uns an dieser Stelle darauf, zu erläutern, wie Sie bei Verbundpflaster und Naturpflaster richtig vorgehen. Ein solcher Stein ist viel dicker im Verhältnis von Grundfläche zur Dicke und eher würfelförmig.

Dagegen besitzt eine Terrassenplatte mindestens ein Verhältnis von Länge zu Dicke von 1:3 und ist daher nicht so stark belastbar.

Verbundpflaster
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Welche Materialien und welche Werkzeuge werden beim Pflastern benötigt?

Bevor Sie die Terrasse pflastern, müssen Sie den Unterbau errichten. Als Materialien werden dafür Kies und Splitt benötigt. Entsprechende Steine sind in großer Auswahl erhältlich und werden je nach persönlichem Geschmack ausgesucht.

Wenn Sie möchten, erwerben Sie noch spezielle Randeinfassungen. Danach benötigen Sie Quarzsand oder Pflasterfugenmörtel zum Einkehren und Verschließen der Fugen auf der frisch verlegten Fläche. Als Werkzeuge werden ein Gummi- oder Kunststoffhammer sowie Wasserwaage, Zollstock, Schnur, Schaufel, Harke und eventuell Elektrowerkzeuge wie eine Bohrmaschine benötigt. Eine Abziehlatte sowie Brettstücke dienen zum exakten Herstellen des Kiesbetts.

Fugensand einfegen
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Über die wesentlichen Steinarten

Bei der Wahl der Pflastersteine stehen im Grunde drei Optionen zur Verfügung: Es gibt Natursteinpflaster, Betonpflaster und Pflasterklinker.

Am häufigsten wird Granit verwendet. Schon seit Hunderten Jahren gibt es mit Granitsteinen errichtete Straßen. Dieses Gestein ist extrem hart, langlebig und witterungsbeständig. Eine besondere Pflege ist zudem nicht erforderlich. Natürlich kommen beim Pflastern einer Terrasse auch andere Naturmaterialien zum Einsatz.

Granitpflastersteine verlegen
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Klinkersteine

Dagegen müssen Sie bei Pflasterklinkern schon mehr investieren. Pro Quadratmeter kostet dieses Material mindestens 25 Euro. Klinkersteine sind im Gegensatz zu Naturstein gebrannt. Durch dieses Verfahren lässt sich eine sehr regelmäßige Formgebung erzielen. Erhältlich sind Klinker in unterschiedlichen Farbtönen, die Ihnen bei der Gestaltung der Terrasse interessante Kombinationsmöglichkeiten ermöglichen. Rot, Grau, Braun und Gelb sind nur einige Möglichkeiten im breiten Farbspektrum.

Zusätzlich gibt es unterschiedliche Oberflächentexturen, die bei Regen zum Beispiel eine gute Rutschfestigkeit garantieren.

Betonpflaster

Wenn Sie Ihre Terrasse pflastern, dann können Sie außerdem auf Betonpflastersteine zurückgreifen. Die Maße dieser Pflastersteine sind genormt. Farben und Formen gibt es in einer schier unendlichen Auswahl. Dabei sind die Oberflächen glatt oder gewölbt und es sind sogar interessante Farbverläufe möglich. Varianten, wie der sogenannte Knochen, werden ineinander gesteckt. Das nennt man dann Verbundpflaster. Andere Ausführungen werden aneinandergereiht. Allerdings gibt es Nachteile.

Kratzer durch Stuhlbeine oder Farbflecken sind für ein Granitpflaster kein Problem. Bei Betonpflastersteinen ist das nicht so. Sie setzen darüber hinaus gerne Moos an und altern. Dies drückt sich in einer porös werdenden Oberfläche aus. Ergrautes, unschönes Betonpflaster lässt sich allerdings reinigen und anschließend lasieren.

Verlegung von Betonpflaster
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Wie erfolgt das Abstecken und Herstellen des Unterbaus?

Bevor Sie damit beginnen, Ihre Terrasse zu pflastern, sind Länge und Breite abzustecken. Auch die Höhe des Aufbaus mit den Pflastersteinen ist vorab festzulegen. Meist geben die Formate der einzusetzenden Steine bestimmte Verlegmuster für die Arbeiten vor. Die Tiefe der Ausschachtung ist von der Steinhöhe abhängig. Breite und Länge werden durch die Maße des Pflasters ebenfalls mitbestimmt. Dabei sind kleinformatige Steine unkomplizierter handhabbar. Es lassen sich zwar Steine mit einem Trennschleifer bzw. Winkelschleifer zuschneiden, aber nach Möglichkeit sollte dies weitgehend vermieden werden.

Als Faustformel sagt man: Je kleiner die zu verlegende Fläche, umso kleiner sollten die Pflastersteine gewählt werden. Für Terrassen ist eine Steinstärke von sechs Zentimetern ausreichend. Geht es allerdings um die Befahrbarkeit mit PKW, dann sollten Sie mindestens acht Zentimeter starke Steine verlegen.

Pflasterarbeiten
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Das Abstecken der erfolgt mit Pflöcken und Bindfäden. Bewährt hat es sich, wenn die Schnüre gleichzeitig die oberste Kante der fertigen Fläche angeben. Am Haus können Sie einen Strich mit dem Bleistift setzen. Das Ganze ist mit einer Wasserwaage möglich. Genauer, aber schwieriger zu bedienen, sind Lasermessgeräte. Danach wird die Fläche ausgehoben. Steinhöhe, Verlegbett und Unterbau ergeben addiert die Gesamthöhe beziehungsweise erforderliche Tiefe.

Verlegen und Verfugen

Als Nächstes wird die Randeinfassung gesetzt, denn durch diese wird die Stabilität und Belastbarkeit wesentlich erhöht. Wenn Sie keine Randeinfassung benötigen, überspringen Sie diesen Arbeitsschritt einfach. Alternativ zu Randsteinen lassen sich Rasenkantensteine, Palisaden oder in einer Reihe verlegte Pflastersteine als Einfassung verwenden. Danach wird der Unterboden mit einem Rüttler verfestigt.

Granitpalisaden
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Schichten auftragen

Ganz unten auf das Erdreich kommt die tragende Schicht aus groben Schotter. Nach dem Begradigen wird dieser mit dem Handstampfer oder einer Rüttelmaschine verfestigt. Ein Unterbau ab 30 Zentimeter Stärke gilt als frostsicher und befahrbar. Ist dies nicht erforderlich, dann kann der Unterbau etwas geringer ausfallen. Ein angelegtes Gefälle verhindert, dass Wasser in die Richtung des Hausfundaments fließt.

Ein bis zwei Prozent Gefälle sollten ausreichen. Danach wird kleiner Splitt eingeschüttet. Dieser wird mit einer Nivellierschiene und beidseitigen geraden Brettern sauber abgezogen. Die Splittschicht sollte drei bis sechs Zentimeter stark sein. Danach ist die Fläche nicht mehr zu betreten. Im Notfall legen Sie Bretter auf oder ziehen die Splittschicht direkt vor dem Verlegen der Pflastersteine neu ab.

Pflastersteine verlegen
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Terrasse pflastern: Jetzt beginnt die eigentliche Pflasterarbeit

So, jetzt können Sie die Pflastersteine verlegen. Bevorzugt fangen Sie an einer geraden Wand wie der Hauswand an. Spannen Sie im Abstand von einem Meter parallele Schnüre, die als Kontrolle dienen. Legen Sie die Steine mit einer Fugenbreite von zwei bis drei Millimetern in das Splittbett und klopfen Sie diese vorsichtig mit einem Gummihammer an. Dabei arbeiten Sie von der frisch gepflasterten Fläche aus. Zur Stabilisierung wird nach ein paar Reihen grobkörniger Sand in die Fugen gegeben.

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Die Verlegmuster sind entsprechend der Herstelleranweisung zu realisieren. Nach dem Verlegen werden mit feinkörnigem Sand die Fugen verfüllt. Dieser muss trocken sein. Fugenmörtel und Fugenschlamm werden dünnflüssig angerührt. Fugenmörtel erweist sich als ideal, wenn Sie Ihre Terrasse pflastern. Unkraut hat anschließend keine Chance mehr. Sind alle diese Arbeiten erledigt, sollten Sie das Pflaster abrütteln. Dadurch wird alles verdichtet. Die Fugen sind bei Bedarf anschließend nochmals zu verfüllen.