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Trend der Zukunft: Green Building

« Nachhaltiges Bauen immer beliebter »

Der brennende Grenfell-Tower in London mit seinen dramatischen Folgen hat es der Welt gezeigt: Billig, schnell und minderwertiges Bauen ist heute nicht mehr vermittelbar. Das Errichten von Gebäuden bedeutet Verantwortung für Generationen zu übernehmen – und das geht nur durch ein konsequentes Öko-Management. Nachhaltigkeit beginnt beim ersten Federstrich für das neue Gebäude und endet am letzten Pinselstrich. Worauf es dabei ankommt und was aktuell möglich ist, erfahren Sie im MeinHausShop Magazin.

Damit die Kapitalanlage nicht zur Sondermülldeponie wird

Nachhaltig bedeutet deshalb: Dauerhaftes, wirtschaftliches und ökologisches Bauen in Einklang zu bringen. Was früher gut genug war, kann heute zu einem echten Problem für Hausbauer werden:

Noch vor wenigen Jahren bedeutete nachhaltiges Bauen, dass eine möglichst effiziente Dämmung eingebaut wurde. Das viel gepriesene „Wärmedämm-Verbundsystem“ versprach wohlige Wärme im Winter, kühle Innenräume im Sommer und neben der satten Einsparung von Heizkosten vor allem ein gutes ökologisches Gewissen. Schließlich verbrauchte jeder Haushalt durch die Dämmung viel weniger fossile Brennstoffe in Form von Öl und Gas.

Umweltbewusster Energie erzeugen mit einer Solarheizung bzw. Solarstrom
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Das dafür massenhaft eingesetzte Styropor erwies sich jedoch als alles andere als umweltfreundlich: Krebserregende Flammschutzmittel, enorme Brandgefahr und eine mittlerweile fast unbezahlbare Entsorgung machen den an den Fassaden klebende Hartschaum zu einem echten Problem für die Zukunft.

Der Trend geht deshalb zum „Green Building“. Neben dem Einsatz von hocheffizienten Technologien zur maximalen Energieeinsparung sind es vor allem die Baustoffe, die nachhaltig und umweltfreundlich sein müssen, um wirklich zukunftsfähig zu sein.

Besser dämmen mit Naturstoffen

Auch wenn man nicht gerne bei der Planung des Eigenheims schon an den Abriss denkt – verantwortlicher Wohnraum kalkuliert auch die Entsorgung des Hauses mit ein.

Natürliche Dämmstoffe nutzen ist gut für die Umwelt und die Energieeffizienz
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Um es auf den Punkt zu bringen: Wer aktuell noch mit synthetischem Hartschaum dämmt, der hat die Zeichen nicht verstanden. Styropor, Styrodur und ihre Derivate sind heute vor allem ein Garant dafür, dass sie den Wert des Hauses dramatisch mindern werden. Der Verzicht auf diese Erdöl-basierten Dämmstoffe wird aber genau den gegenteiligen Effekt haben: Wer konsequent auf Hartschaum verzichtet und dafür Kalziumsilikat, Glas- und Steinwolle oder sogar ganz auf Naturstoffe wie Schafwolle oder Hanf setzt, der macht es richtig: Frei von Schadstoffen, hocheffizient in der Dämmwirkung – das versteht man unter Nachhaltigkeit. So macht sich das Green Building Konzept auch im Wert des Hauses bemerkbar: Wo konventionell gebaute und gedämmte Häuser in Zukunft dramatische Wertverluste hinnehmen müssen, da ist das ökologisch erstellte Gebäude wertvoller und bildet so die besser gesicherte Kapitalanlage.

Kühlen mit begrüntem Dach und Wand

Die Klimaanlage gerät aufgrund ihres enormen Energieverbrauches immer stärker in die Kritik. Darum wird man diese Geräte kaum in einem nach dem Green Building Konzept errichteten Gebäude finden. Das muss auch nicht sein, denn es gibt bessere Konzepte, die ein deutliches Plus an Vorteilen bietet. Mit einer begrünten Fassade und einem bepflanzten Dach wird quasi kostenlos der Innenraum des Gebäudes permanent heruntergekühlt. Die an Halm, Blüte und Blattwerk entstehende Verdunstung erzeugt die begehrte Verdunstungskälte – und deren Effekt setzt sich in das Innere des Gebäudes fort. Darüber hinaus filtern die Pflanzen Schadstoffe aus der Luft und sorgen für ein angenehmes Mikroklima mit gleich bleibender Luftfeuchtigkeit.

Bepflanzte Wände und Dächer unterstützen das Raumklima innerhalb des Hauses
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Licht – kostenlos und unerschöpflich

Um Innenräume mit Licht zu versorgen, stehen tagsüber Fenster zur Verfügung. Diese sind auch bei einem Green Building mehrfach verglast und mit einem Hohlkammer-Rahmen versehen. Doch heute stehen dem Häuslebauer noch weitere, innovative Möglichkeiten zur Verfügung, Licht in jede Ecke des Hauses zu bringen. Die „Light Tubes“ sind dafür ein gutes Beispiel: Das sind leichte Aluminiumröhren, an deren Wänden Spiegel angebracht sind. Ein Ende der Röhre ragt oben aus dem Dach und schließt mit einer kleinen, wetterfesten und durchsichtigen Kuppel ab. Das andere Ende wird an einen beliebigen Punkt des Hauses geleitet.

SOLARANLAGE MIT BRAUCHWASSER UND HEIZUNGSUNTERSTÜTZUNG 10,04M² BRUTTOKOLLEKTORFLÄCHEDurch Ausrichten der Innenspiegel gelangt so Tageslicht auch an Ecken, an denen kein Fenster installiert werden kann. Das Ergebnis ist ein warmes, angenehmes und vor allem kostenloses Licht. Eine andere Variante der Light Tubes arbeitet mit Glasfasern. Diese sind besonders flexibel und können das Licht bis in den tiefsten Keller leiten. Ob Spiegel oder Glasfaser – die Light Tubes haben leider, wie die Fenster auch, einen Nachteil: Sie sorgen nur für Licht im Haus, wenn die Sonne scheint. In der Dunkelheit ist man auch in einem Green Building auf elektrisches Licht angewiesen. Doch nachhaltiges Bauen hat 2018 auch hierfür eine Lösung: Solarenergie.

Perfektes Trio: Solarenergie, Lithium-Ionen-Akkus und LED-Leuchtmittel

Solarlampen waren lange Zeit technisch nicht wirklich sinnvoll umsetzbar. Die Solarzellen waren zu schwach, die Akkus waren zu empfindlich und die Glühlampen waren viel zu ineffizient. Mit dem Aufkommen von leistungsstarken Solarzellen, langlebigen Lithium-Ionen-Akkus und vor allem den enorm energiesparenden LED-Leuchtmitteln hat sich dies schlagartig geändert. Mit Hilfe einer Solaranlage lässt sich so das Haus auch nachts umweltfreundlich illuminieren. Alles, was man dafür braucht, ist ein Generator für Solarenergie, ein Stromspeicher und leistungsstarke LED Leuchtmittel. Das Prinzip ist selbsterklärend: Der Akku wird tagsüber von der Solaranlage aufgeladen. In der Dunkelheit wird die gespeicherte Energie auf Abruf an die LED-Leuchtmittel abgegeben – fertig. Das geht in jedem Maßstab: Von der kleinsten Gartenlampe über eine zuverlässige Hofbeleuchtung mit Bewegungssensor bis zur kompletten Hausbeleuchtung. Nachhaltiges Bauen bedeutet nicht den Verzicht auf innovative und moderne Technologien, im Gegenteil. Nachhaltigkeit nutzt die Möglichkeiten von heute.

3-IN-1 SOLAR-AUSSENLEUCHTEN - 4-TLG. CSOL17

Ein Beispiel für eine Mini-Solaranlage für eine Punktbeleuchtung ist die „SOLAR-LEUCHTE MIT PIR-SENSOR – WASSERDICHT CSOL20“. In dieser Außenbeleuchtung ist alles enthalten, was man sich von einer leistungsstarken und autonomen Lampe von heute verspricht: Ein wetterfestes Gehäuse, eine intelligente Steuerung und eine langlebige Technologie machen diese Lampe zu einer dauerhaften Installation mit maximaler Nachhaltigkeit. Und wer es ein wenig schicker mag – die „SOLAR-AUSSENWANDLEUCHTE (EDELSTAHL) + PIR 0,5 W CSOL06“ hat ein wertiges Gehäuse aus Edelstahl, das an jeder Fassade eine gute Figur macht.

SOLAR-AUSSENWANDLEUCHTE (EDELSTAHL) + PIR 0,5 W CSOL06

Auch Warmwasser kostenlos im Green Building

Im konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtetem Green Building gibt es nicht nur kostenloses Licht. Auch Warmwasser wird durch den Einsatz einer Wärmekollektor-Solaranlage praktisch zum Nulltarif erzeugt. Was vormals teuer mit Strom, Öl oder Gas erhitzt werden musste, erledigt die Solaranlage durch die Kraft der Sonne. Mit Wärmekollektoren auf dem Dach wird ein frostsicheres Medium erhitzt. Dieses wird mit einer Umwälzpumpe in einen Kreislauf versetzt. An einem Wärmetauscher gibt das erwärmte Medium seine Energie an das Heizsystem ab – fertig. Wenn die Umwälzpumpe der Solaranlage dann auch noch per Solarenergie angetrieben wird, ist die Nachhaltigkeit perfekt.

VIESSMANN AUFDACH SOLAR FLACHKOLLEKTOREN VITOSOL 100-FM

Hier hat die Branchengröße „Viessmann“ einige sehr interessante Produkte im Programm. Man kann dem Unternehmen dankbar sein, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und sich nicht in sturer Ignoranz an die ehemaligen Technologien zu klammern. Zwar stellt Viessmann ebenso hocheffiziente Heizthermen her. Mit seinen Solarkollektoren zeigt das Unternehmen aber auch, dass es nachhaltiges Bauen verstanden hat. Das zeigt sich an der Vielfalt, mit welcher die VITOSOL Solaranlage von Viessmann präsentiert wird. Neben den preiswerten Standard-Kollektoren bedient Viessmann in dieser Baureihe auch Kunden in Küstennähe. Für diese durch Wind, Sand und Salzluft besonders anspruchsvolle Witterung hat Viessmann eine VITOSOL Solaranlage, die diesen Bedingungen für Jahrzehnte trotzen kann. Und genau das nennt man umweltfreundlich und nachhaltig.

VIESSMANN AUFDACH SOLAR FLACHKOLLEKTOREN VITOSOL 200-FM

Wer es mit dem Green Building ernst meint…

Viessmann Kollektoren sind eine feine Sache, um die Warmwasser-Erzeugung zu unterstützen. Um aber wirklich in Richtung Unabhängigkeit von externer Energieversorgung zu kommen, empfehlen wir Ihnen ein Sti 3er Solarpaket. Der Newcomer STI bietet mit diesem Solarkollektor ein Hochleistungsprodukt, mit dem die Zufuhr von externer Heizenergie kaum noch notwendig wird.