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© Kzenon / Fotolia.com
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Von Kreissäge und Stichsäge

«Von der Schnittgeschwindigkeit bis zum Sanftlauf»

Der Hausbau ist – ebenso wie Renovierung oder Erweiterung – stets eine Mischung aus professioneller Facharbeit und handwerklicher Eigenleistung. Geht es um Holzarbeiten, sind dabei die Kreissäge und Stichsäge unverzichtbar. Es macht keinen Sinn, nach einer Ausführung zu suchen, die sich für alle Einsatzbereiche eignet: Die gibt es nicht. Sie benötigen immer beide Typen, denn keine deckt alle Aufgaben ab, die zwischen Dach und Souterrain anfallen.

Einsatzbereiche und Angebotsvielfalt

Ob es die Zimmermannsarbeiten sind oder das Dielenverlegen, der Einbau der Küche oder der Bau eines Hochbetts: Erst mit Kreissäge und Stichsäge ist die Allrounder-Ausstattung komplett. Erfordert eine Arbeit ganz genaue Präzision, ist der Einsatz einer Tauchsäge die richtige Lösung. Insgesamt ist die Vielfalt von Sägen so groß wie die Anforderungen an dieses Handwerkszeug. Neben den motorbetriebenen Ausführungen wie Kreissäge, Stichsäge, Kettensäge und Tauchsäge von vielen Marken wie Hitachi oder Bosch gibt es noch die von Hand bedienten Varianten. Die bekannteste ist der Fuchsschwanz, den gewiss jeder schon einmal in der Hand hielt. Der Griff mit einem freistehenden, biegsamen Sägeblatt eignet sich bei grober Verzahnung für Arbeiten an Holz oder Kunststoff. Die Feinsäge für die Arbeit an dünneren Objekten besitzt ein steifes Sägeblatt mit verstärktem Rücken für einen sauberen Schnitt: Es eignet sich für dünne Breiten. Wer größere Werkstoffe bearbeitet, wählt eine Gespannsäge.

Fuchsschwanz Prof Cut Zähne gehärtet Typ PC-GT7 Fuchsschwanz Superior Zähne gehärtet Typ 2600

Ein anderes Unterscheidungsmerkmal von Sägen sind die Werkstoffe, die damit bearbeitet werden. Es gibt die Kreissäge für Holz, die Stichsäge für Metall und die Tauchsäge für Kunststoff. Dabei sind grundsätzlich alle Ausführungen für jedes Material geeignet – wenn die Konstruktion der Verzahnung zum Werkstoff passt, der damit bearbeitet wird. Eine ganz besondere Variante ist die Gehrungssäge: hier lässt sich ein gewünschter Winkel einstellen, um besonders präzise zu arbeiten – allerdings nur bei eher dünnen Objekten. Für schwere Outdoor-Arbeiten wie Bäume fällen oder Brennholz zuschneiden sind Kettensägen die richtige Wahl. Hierbei läuft die Kette mit vielen kleinen Zähnen, die das Objekt bearbeiten, über das lange Blatt der Säge.

Stichsäge: präzise und leichtgewichtig

Vor dem Kauf des richtigen Modells steht die Frage: Für welche Arbeiten kommt die motorgetriebene Ausführung zum Einsatz? Die Stichsäge ist die richtige Wahl, wenn es um besonders exakte und präzise Arbeiten geht. Die fallen zum Beispiel bei der Herstellung oder dem Einbau von Küchenmöbeln an. Sie garantiert den feinen Schnitt, dafür sorgt das dünne und schmale Sägeblatt. HITACHI Akku-Stichsäge CJ 18DSLEs passt sich perfekt an die Form des Objekts an und ermöglicht so das Aussägen von Kreisen oder engen Kurven. Diese Qualitäten besitzt die Stichsäge übrigens bei jedem Material, dafür genügt der Wechsel von Sägeblättern und Aufsätzen. Das Sägeblatt spannt der Handwerker an der Vorderseite ein, es ist leicht und einfach auszuwechseln. Die Stichsäge gibt es auf Wunsch mit einer Vorrichtung, die von der Rückseite aus das Sägeblatt stützt. Stabilität und Führungssicherheit erhöhen sich dadurch und auch die Lebensdauer des Sägeblatts. Mit den entsprechenden Einsätzen lassen sich zudem Raspeln und Feilen an der Stichsäge montieren. Ob Heimwerker oder professioneller Handwerker: Die Stichsäge bildet mit Ihren vielen Funktionen immer die richtige Wahl. Es ist zudem handlich und besitzt nur ein geringes Gewicht. Ob Holz oder Metall, Kunststoff oder Gips: Vieles ist mit dieser Maschine zu bearbeiten. Für harte Baustoffe wie Fliesen, Beton oder Stein jedoch eignet sie sich nicht: Dafür ist das Sägeblatt zu fragil.

Kreissäge: kraftvoll und variantenreich

Geht es um Arbeiten, die mehr Kraft als Präzision erfordern, fällt die Wahl auf eine Kreissäge. Sie findet sich mehr in der Industrie oder in professionellen Werkstätten. Es handelt sich eher um ein stationäres Werkzeug von größeren Ausmaßen und höherem Gewicht, transportierbar nur mit einem Nutzfahrzeug beziehungsweise auf einem Tieflader-Anhänger. Beim Hausbau ist die Kreissäge für die Zimmerleute unverzichtbar: Sie schneiden damit die großen Hölzer für die Dachkonstruktion. Wer Brennholz für den Winter zerkleinert oder das Gartenhäuschen baut, benutzt dazu ebenfalls eine Kreissäge. Als Alternative zu den schweren Industrie-Ausführungen aus Grauguss gibt es heute leichtere Modelle. Prinzipiell bestehen sie aus einem Tisch, auf dem die Kreissäge fest montiert ist, daneben befindet sich die Ablagefläche für den Werkstoff. FLEX Metall-Handkreissäge CSM 4060 1400 Watt ohne FunkenflugDer Antrieb liegt im Inneren der Konstruktion, deren Arbeitshöhe und Neigungswinkel individuell einstellbar sind. Zur Unfallvorbeugung ist die Kreissäge mit vielen Sicherheitsmechanismen ausgestattet, zum Beispiel einer Schutzhaube. Wichtig ist vor allem der Spaltkeil ganz nah am Sägeblatt, der den Benutzer gegen herumfliegende Späne und Schmutzpartikel schützt. Für den Hobby-Handwerker genügt in der Regel die Ausführung mit dem haushaltsüblichen 230 Volt-Anschluss: Sie ermöglicht bis zu 2000 Watt Leistung. Im professionellen Bereich mit mehreren Stunden täglicher Nutzung geht die Wahl besser zu einem Modell mit mindestens 3000 Watt Leistung. Eine echte Alternative dazu ist die Handkreissäge. Es gibt sie ebenfalls mit Sägeblättern für jedes Material. Auch sie erlaubt eine gerade und präzise Schnittkante, ist dabei leicht und handlich sowie einfach transportierbar und benötigt nur wenig Platz. Wichtig ist, auch bei diesem Modell Gebrauchsanweisung und Gefahrenhinweise genau zu studieren. Eine Kreissäge besitzt in jeder Ausführung richtig Power, bei unsachgemäßer Handhabung droht Verletzungsgefahr. Die klassische Handkreissäge besitzt ihre Einsatzgebiete in der Bauschreinerei und im Holzbau. Sie zeigt ihre Stärken zum Beispiel beim Zuschneiden von Dachlatten und Holzpaletten.

Tauchsäge: Zielgenau an jede Stelle

Eine Ausführung von ganz besonderer Bauart neben der Stichsäge findet sich stets bei guten Herstellern wie Hitachi oder Bosch. Es handelt sich dabei um eine Tauchsäge, die auf den ersten Blick mit einer Handkreissäge verwechselbar ist. Doch die Konstruktionen und die Anwendungsmöglichkeiten sind völlig unterschiedlich. BOSCH Tauchkreissäge GKT 55 GCE Professional 1400 WBei der Handkreissäge sind Sägeblatt und Motor fest mit der Führungsplatte verbunden. Der Handwerker setzt an einer Kante des Werkstücks an und fährt dann hindurch. Dabei klappt die Pendelhaube der Kreissäge zurück und legt das Sägeblatt frei. Das geschieht automatisch, ist aber zudem manuell möglich, wenn die Form des Werkstücks das Zurückklappen der Haube verhindert. Bei der Tauchsäge hingegen gibt es ausdrücklich keine Verbindung der Führungsplatte mit Sägeblatt und Motor. Ganz im Gegenteil: Sie sind nach unten ausschwenkbar. Dadurch liegt das Sägeblatt frei und ermöglicht – auch im Vergleich zur Stichsäge – einen noch präziseren Zugang zum Werkstück.

Mit Führungsschiene millimetergenau

Liegt der Vorzug der Handkreissäge in ihrer robusten Stärke und Durchzugskraft, ermöglicht die Tauchsäge den Zugang zu einem Werkstück an jeder beliebigen Stelle. Mit einer Stichsäge ist das nicht möglich, sie beginnt ihre Arbeit immer am Rand des Werkstücks. Diese Qualität der Tauchsäge ist gefragt, wenn ein Ausschnitt für Lüftungsschächte oder Küchenspülen angelegt wird. Stattet der Handwerker die Tauchsäge mit einer guten Führungsschiene aus, arbeitet er millimetergenau. In Verbindung mit einem Splitterschutz verhindert diese Konstruktion zudem, dass die Schnittkante ausfranzt. Das nämlich ist gerade auf der Sichtseite des Schnitts ausdrücklich nicht erwünscht. Bei Geräten von Hitachi und Bosch ist die Tauchsäge sogar mit einem Schattenfugenanschlag ausgestattet. Bei Parkett oder Deckentäfelung stellt der Handwerker damit eine exakte, gleichmäßige Randfuge her. Wenn Sie über die Anschaffung einer Kreissäge oder Stichsäge nachdenken, entscheiden Sie sich besser für beide Varianten, wenn Sie in mehreren Bereichen die Säge benötigen würden. Keine kann die komplette Bandbreite von Arbeiten beim Hausbau allein abdecken. Beide zusammen aber werden allen Herausforderungen gerecht. Ob Handwerksbetrieb oder Heimwerker: Mit diesem Ensemble sind Sie ausgestattet für alle Sägearbeiten.