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Raumklima verbessern

« 3 Faktoren, die die Wohnqualität beeinflussen »

Wohnqualität hängt nicht allein von der Einrichtung ab. Für die Lebens- und Wohlfühlqualität sind auch physikalische Faktoren, und vor allem die Luftqualität im Raum entscheidend. Drei Faktoren, die dabei eine wichtige Rolle spielen, sind: Temperatur, Luftfeuchtigkeit im Raum und frische, unverbrauchte Luft in Innenräumen. Diese Faktoren beeinflussen unser Wohlfühlen zu Hause viel mehr, als uns dies häufig bewusst ist. Wir zeigen, wie Sie zu Hause für ein gutes Klima sorgen!  

Raumklima verbessern – das müssen Sie erreichen

Zunächst ist wichtig, die richtige Raumtemperatur im Raum und eine ausgewogene Temperaturverteilung im gesamten Innenraum zu erreichen. Die Raumtemperatur beeinflusst auch die Feuchtigkeitswerte im Raum entscheidend mit, da warme Luft mehr Luftfeuchtigkeit speichern kann als kältere.

Ein ausgewogenes und konstantes Raumklima ist wichtig
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Wenn die Raumtemperatur konstant und ausgeglichen eingestellt ist, kann man sich daran machen, die Feuchtigkeit und die Luftqualität im Raum auf einen optimalen Wert zu bringen. Dafür ist richtiges Lüften oder eine automatische kontrollierte Wohnraumlüftung nötig. Wenn es Ihnen gelingt, diese drei Kernwerte auf ein optimales Niveau zu bringen und dort zu halten, lässt sich das Raumklima in den Wohnräumen meist entscheidend verbessern – und das hat deutliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden im eigenen Zuhause.

Raum für Raum – Temperatur einstellen

Die optimale Raumtemperatur ist nicht für alle Räume gleich. Grundsätzlich geht man davon aus, dass in allen Wohn- und Aufenthaltsräumen (Wohnzimmer, Esszimmer) zwischen 20 °C und 22 °C liegen.

In Kinderzimmern und im Bad sollte die richtige Raumtemperatur etwas höher liegen, in der Regel geht man hier von rund 23 °C als optimalem Wert aus.

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In Schlafräumen sollte es dagegen immer etwas kühler sein – rund 18 °C sind als Temperatur optimal. So ist guter Schlaf sichergestellt. Ist es dagegen zu warm in den Schlafräumen, leidet unweigerlich die Schlafqualität.

Die Küche ist ein Streitfall – auch unter Experten. Die einen meinen, eine Küche sollte aus Energiespargründen auch wie die Schlafräume kühler sein, weil sie sich durch den Gebrauch des Herds und das Kochen aufheizt. In vielen Häusern und Wohnungen ist die Küche aber ein bevorzugter Aufenthaltsbereich, ähnlich wie in anderen das Wohnzimmer. Die Temperatur sollte dann also auf einem ähnlichen Niveau liegen: bei etwa 20 °C bis 22 °C. In der Küche entscheidet also immer, wie sie vorwiegend genutzt wird: als reiner Kochraum (weil es ein Esszimmer gibt) oder als Aufenthaltsraum. Wer sein Raumklima verbessern möchte, muss die Ziele seiner Handlungen kennen.

Temperatur regeln

VIESSMANN VITOVALOR 300-P BRENNSTOFFZELLENHEIZUNG TYP C3TBIdealerweise gibt es bei der Heizungsanlage eine thermostatgesteuerte Einzelraumsteuerung, um die optimale Temperatur sicherzustellen. Gerade bei Fußbodenheizungen oder Wandheizungen, die noch dazu ein sehr ausgeglichenes Temperaturprofil schaffen, ist das Verbessern besonders leicht möglich.

Alternativ können Sie natürlich auch eine Klimaanlage oder ein Klimagerät einsetzen, um auch an heißeren Sommertagen die Temperatur in den Wohnräumen und das Raumklima konstant (niedrig) zu halten. Eine Klimaanlage sorgt auch im Sommer für angenehmes Raumklima.

Luftfeuchtigkeit und Luftqualität

Die optimale Luftfeuchte liegt zwischen 45 % und 65 % relativer Feuchtigkeit. Liegt die Feuchtigkeit unter 45 % fühlt sich dies für uns unangenehm trocken an. Zu hohe Feuchtigkeit in Räumen sollte man unbedingt vermeiden – hier kann sich bei Absinken der Temperatur Kondensfeuchtigkeit bilden, die dann zur Durchfeuchtung der Wände und auch zu Schimmelbildung führen kann.

Im Bad und in der Küche (Kochdünste) wird die Feuchtigkeit in der Regel etwas höher liegen als in Wohnräumen.

Das ist auch durchaus in Ordnung so – solange die Feuchtigkeit im angegebenen Rahmen bleibt. Dann stimmt auch das Raumklima. Natürlich lässt sich andernfalls auch die Luftfeuchtigkeit verbessern, bzw. justieren.

Feuchtigkeit regeln

EUROM LUFTENTFEUCHTER DRYBESTKontrollieren lässt sich das sehr einfach mit einem Hygrometer. Solche Geräte kann man schon für ein paar Euro kaufen. Sie messen beständig und zeigen immer die aktuelle Feuchtigkeit in jedem Raum an.

Gesenkt werden kann die Luftfeuchte durch Stoßlüften auf Durchzug (Kippen der Fenster bringt hier nur sehr wenig). Erhöht werden kann die Feuchtigkeit, wenn nötig durch Luftbefeuchter. Umgekehrt geht das zwar auch durch Luftentfeuchter – regelmäßiges Lüften ist hier oft ausreichend.

Ein Luftentfeuchter nur ist deswegen nur empfohlen, wenn Sie die Luftfeuchtigkeit durch richtiges Lüften nicht senken lässt.

Man kann, wie dies auch bei Passivhäusern üblich ist, aber durchaus auch auf eine automatische Lüftungsanlage setzen. Hier ist ein Lüftungsgerät im Fensterrahmen verbaut (oft mit Wärmetauscher, um die Temperatur konstant zu halten), das abhängig von der gemessenen Luftfeuchtigkeit zeitgesteuert arbeitet und so kontinuierlich das Raumklima verbessern kann.

Raumklima verbessern – die optimale Lösung

Optimale Lösungen für Einzelräume sind also eine sehr genau steuerbare Heizungsanlage mit Thermostaten, und am besten ein Wohnraumlüftung, die automatisch funktioniert. Mithilfe der kontrollierten Wohnraumlüftung lässt sich dann nicht nur die Feuchtigkeit in Räumen optimal regeln, sondern auch ein ständiger Luftaustausch herstellen. Damit werden durch ein Lüftungsgerät gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, wenn es darum geht, das Raumklima zu verbessern.

Vor allem steht die optimale Luftfeuchte in Wohnräumen oder Arbeitsplätzen in deutlichem Zusammenhang mit dem Wohlbefinden. Direkt fühlbar ist sie oftmals zwar nicht unbedingt – gerade deshalb ist aber regelmäßiges Prüfen und Messen so wichtig. So kann gegebenenfalls nachkorrigiert werden, um das Raumklima konstant auf gutem Niveau zu halten oder laufend zu verbessern.